Stand: 26.05.2020 15:50 Uhr

Gemeinsame Agrarpolitik - Schwergewicht im EU-Haushalt

Die 1962 gestartete Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) war in den vergangenen Jahrzehnten ein wichtiger Pfeiler der EU-Politik. Insgesamt 58,12 Milliarden Euro umfassen die Agrarsubventionen im Finanzjahr 2020, im Jahr 2019 hat auch der Norden stark profitiert. Die GAP besteht aus zwei Säulen: Direktzahlungen und Marktmaßnahmen bilden die erste Säule. Die Zahlungen für die Entwicklung des ländlichen Raumes bilden die zweite Säule.

Es ist damit der größte einzelne Etatposten im EU-Budget. Insgesamt macht die GAP im Jahr 2020 34,5 Prozent des EU-Haushalts (insgesamt 168,68 Mrd. Euro) aus.

Seit einigen Jahren nimmt der Anteil der Agrarausgaben an den Gesamtausgaben der Europäischen Union stetig ab. Anfang der 1980er-Jahre entfielen noch rund 66 Prozent des EU-Haushalts auf die GAP entfielen - im Haushalts-Zeitraum 2014 bis 2020 waren es nur noch 37,8 Prozent.

Laut EU-Kommission werden durch die Zahlungen 10 Millionen Landwirtschaftsbetriebe mit mehr als 22 Millionen Mitarbeitern unterstützt. 2013 wurde die GAP reformiert - doch die Forderungen, die Zahlungen für Großbetriebe zu begrenzen, wurde unter anderem von der deutschen Agrarlobby gestoppt. Für die Zahlungsperiode nach 2020 wird derzeit in Brüssel um Lösungen gerungen.

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