Ein Landwirt bringt mit seinem Gespann Gülle auf einem Feld aus. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze/dpa

Gülle in Biogasanlagen - Strom, Wärme, Treibstoff lokal produziert

Sendung: NDR Info Hintergrund | 19.08.2021 | 20:33 Uhr | von Jost, Leonie
15 Min | Verfügbar bis 19.08.2022

Landwirtschaft setzt durch Gülle viel klimaschädliches Methangas frei. Biogasanlagen wandeln Gülle in Energie. Wie funktioniert das?

In Deutschland fallen 200 Millionen Kubikmeter Gülle pro Jahr an. Durch die Lagerung entstehen große Mengen Treibhausgase, durch das Ausbringen auf den Äckern zu viel Nitrat im Grundwasser. Etwas mehr als 8% der deutschen Treibhausgasemissionen stammen aus der Landwirtschaft. Rund die Hälfte davon macht allein das klimaschädliche Methangas aus, das unter anderem bei der Lagerung von Gülle und Mist entsteht. Wohin also mit der Gülle, wenn die Felder schon genug davon haben? In die Biogasanlage! 

In Biogasanlagen lässt sich das Methan gezielt auffangen und zur Energieerzeugung nutzen, für Strom und Wärme etwa. Mit einem Viertel der in Deutschland anfallenden Güllemengen wird das schon gemacht. Die Bundesregierung will mit dem Klimaschutzprogramm 2030 künftig noch mehr Gülle vergären. Die sogenannten Gärreste enthalten viele Nährstoffe und werden als Dünger auf den Feldern eingesetzt. Anders als nachwachsende Rohstoffe wie Mais, die für die Biogasanlage extra angebaut werden müssen, fällt Gülle sowieso an. 

Vorteile also wohin man schaut. Aber wie funktioniert das eigentlich, wenn man aus Gülle Energie erzeugen will? Und gibt es wirklich keine Risiken?

Ein Traktor mit Biomasse auf dem Anhänger steht vor einer Biogasanlage. © dpa-bildfunk Foto: Jens Büttner

Gülle in Biogasanlagen - Strom, Wärme, Treibstoff lokal produziert

Ein Viertel der deutschen Gülle wird schon in Biogasanlagen zur Energieerzeugung genutzt. Bis 2030 soll es mehr werden. mehr