Stand: 16.12.2019 13:33 Uhr

Falschgeld im Darknet? Durchsuchungen im Norden

Falschgeld in 50-Euro-Banknoten. © Polizeiinspektion Stade Foto: Polizeiinspektion Stade
Bei dem im Darknet beschafften Falschgeld soll es sich um 10- und 50-Euro-Scheine handeln.

In Niedersachsen (Hildesheim, Holzminden und Landkreis Harburg), Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg sowie in fünf weiteren Bundesländern sind innerhalb einer Woche Wohnungen wegen des Verdachts der Beschaffung von Falschgeld im sogenannten Darknet durchsucht worden. Neben den Aktionen in Deutschland gab es auch Durchsuchungen in Frankreich, Griechenland, Luxemburg, Irland, Österreich und Spanien. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Montag in Frankfurt am Main mit.

20 Verdächtige im Alter von 15 bis 59 Jahren sollen den Angaben zufolge das Falschgeld auf illegalen Plattformen im Darknet erworben haben. Vier von ihnen stammten aus Nordrhein-Westfalen, so die Staatsanwaltschaft in Köln. Bei den Durchsuchungen in Deutschland handelte es sich um eine gemeinsame Aktion der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität und des Bundeskriminalamts.

Beweismittel sichergestellt

Die Tatverdächtigen sollen sich das Falschgeld zwischen Dezember 2018 und Juli 2019 beschafft haben. Dabei handelte es sich den Angaben zufolge um 10- und 50-Euro-Scheine. Hergestellt wurden die falschen Scheine in Portugal. Fünf mutmaßliche Fälscher und Verkäufer der "Blüten" wurden bereits im Sommer festgenommen.

Bei den Durchsuchungen vom 9. bis 16. Dezember wollten die Behörden Beweise finden, sagte Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk. Festnahmen habe es nicht gegeben, aber es wurden Falschgeld, Computer, Betäubungsmittel und gefälschte Ausweise sichergestellt. Die Auswertung dieser Gegenstände dauert an, die Ermittlungen werden laut den Behörden fortgesetzt.

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NDR Info | Nachrichten | 16.12.2019 | 12:15 Uhr

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