Stand: 20.08.2022 07:12 Uhr

Energiekrise: Lieferstopp von Gazprom - Ukraine bietet Pipelines an

Blick auf Rohrsysteme und Absperrvorrichtungen in der Gasempfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 1 in Lubmin bei Greifswald. © picture alliance/dpa | Stefan Sauer
Durch die Gas-Pipeline Nord Stream 1 soll Ende August für drei Tage kein Gas in Richtung Deutschland fließen.

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat Russland erneut vorgeworfen, seine Gaspipelines zur Epressung zu nutzen. Anlass ist die Ankündigung des russischen Gaskonzerns Gazprom, die Belieferung Deutschlands über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 vom 31. August bis 2. September wegen Wartungsarbeiten einzustellen. Russland terrorisiere die weltweiten Energiemärkte, so Selenskyj. Die Ukraine bot wegen des kommenden Lieferstopps die eigenen Pipelines als Ersatz an. Die Kapazitäten seien mehr als ausreichend, damit Russland seine Lieferverpflichtungen sicherstellen könne, so der Betreiber des ukrainischen Gasleitungsnetzes. Nach der Wartung sollten laut Nord Stream täglich wieder 33 Millionen Kubikmeter Erdgas geliefert werden. Das entspricht den 20 Prozent der täglichen Maximalleistung, auf die Russland die Lieferung schon vor einigen Wochen verringert hat. Bereits Mitte Juli war für zehn Tage aufgrund von Wartungsarbeiten kein Gas durch die Ostsee-Pipeline geflossen.

Guterres besucht Getreidefrachter-Kontrollzentrum

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 20.08.2022 | 06:35 Uhr

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