Das Bild "Mädchen mit blau-gruenen Augen" im goldenen Rahmen im Heinrich-Vogeler Museum © dpa picture alliance Foto: Ingo Werner

Die langsame Wiederentdeckung einer jüdischen Malerin

Sendung: NDR Info Hintergrund | 17.05.2021 | 20:33 Uhr | von Hennings, Alexa
26 Min | Verfügbar bis 15.11.2021

Sie ist Jüdin und starb mit 81 Jahren in Theresienstadt. Erst seit wenigen Jahren wird Julie Wolfthorn wiederentdeckt.

Käthe Kollwitz kennt fast jeder. Aber Julie Wolfthorn? Auf der Insel Hiddensee begegnet man ihrem „Stolperstein“, immerhin. Wenige Kilometer weiter, in Stralsund, wohnt Heike Carstensen. Die erste, die sich ausführlich mit dem Leben der Berliner Malerin beschäftigte. Warum Julie Wolfthorn fast vergessen ist obgleich sie zu den bekanntesten Porträtistinnen ihrer Zeit gehörte, mit Kollwitz die „Verbindung bildender Künstlerinnen“ gründete und später den Hiddenseer Künstlerinnenbund? Es ist ihre Lebensgeschichte. Sie ist Jüdin, starb mit 81 Jahren in Theresienstadt. Das Vergessen, das Auslöschen in der öffentlichen Wahrnehmung, das die Nationalsozialisten ebenso verschulden wie ihren Tod, legte sich auch noch viele Jahrzehnte wie Mehltau über die Biographien und das Werk jüdischer Künstlerinnen. Erst seit wenigen Jahren wird Julie Wolfthorn wiederentdeckt.

"Porträt Hedwig Lachmann", Öl auf Leinwand, im Schiller-Nationalmuseum. © dpa picture alliance Foto: Ingo Werner

Wer ist Julie Wolfthorn?

Die jüdische Malerin, eine bekannte Porträtistin, gründete mit Käthe Kollwitz die "Verbindung bildender Künstlerinnen". mehr