Stand: 18.05.2022 22:30 Uhr

Coronavirus-Blog: Bund will Impfstoff für den Herbst beschaffen

NDR.de hat Sie auch am Mittwoch, 18. Mai 2022 über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Morgen früh geht es in einem neuen Blog weiter.

Das Wichtigste in Kürze:

Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen


22:30 Uhr

Corona-Blog endet für heute

Das war's für heute mit der aktuellen Berichterstattung über die Folgen der Corona-Pandemie in Norddeutschland. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Morgen früh sind wir mit einem neuen Blog wieder für Sie da.


21:44 Uhr

Coronavirus-Impfung: Wer braucht die vierte Dosis?

Die Bundesregieung hat zugesagt, dass allen Interessierten eine vierte Corona-Impfung ermöglicht werden soll. Laut Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wird dafür eine große Menge neuer Impfstoff geordert, der derzeit noch entwickelt wird. Die Infektiologin Anahita Fathi vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf erklärt im Interview mit dem Hamburg Journal, wie sinnvoll ein zweiter Booster ist und für wen.


20:25 Uhr

Impfung per Nasenspray? Forscher sehen Erfolge im Tierversuch

Von der weiteren Erforschung von Nasensprays als Corona-Impfung erhoffen sich Berliner Wissenschaftler Fortschritte beim Eindämmen der Pandemie. Nach Versuchen an Hamstern mit einem in die Nase verabreichten Impfstoff-Kandidaten berichten sie, dieser könnte Vorteile gegenüber schon verfügbaren Impfstoffen bieten, insbesondere beim Einsatz als Booster. Das geht aus einem kürzlich veröffentlichten Preprint eines Teams hervor, an dem Wissenschaftler der Charité und weiterer Berliner Einrichtungen beteiligt waren. Die Daten wurden noch nicht von externen Fachleuten geprüft. Insgesamt habe der Impfstoffkandidat eine sehr gute Wirkung gezeigt, "bis zur Anwendung im Menschen ist es aber noch ein weiter Weg", kommentierte der beteiligte Wissenschaftler Emanuel Wyler vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin dazu auf Twitter. Klinische Studien zur Wirkung im Menschen seien in Vorbereitung.

An Nasensprays wird weltweit geforscht. Die Hoffnung ist, dass Lebendimpfstoffe mit stark abgeschwächten Viren nicht nur Schutz vor schwerer Krankheit, sondern auch mehr Schutz vor einer Weitergabe des Virus direkt an der Eintrittspforte des Virus in den Körper zu vermitteln. Gegen Grippe gibt es bereits Nasenspray-Impfungen.


18:39 Uhr

EU-Arzneimittelbehörde prüft Booster für Kinder

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft die Zulassung einer Booster-Impfung für Kinder von fünf bis elf Jahren mit dem Corona-Impfstoff der Hersteller Pfizer und Biontech. Ein entsprechender Antrag der Hersteller sei gestellt worden, teilte die Behörde in Amsterdam mit. Bisher ist die dritte Dosis mit diesem Präparat in der EU für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen. In den USA hatte erst am Dienstag die Arzneimittelbehörde FDA grünes Licht für die Booster-Impfung für Fünf- bis Elfjährige gegeben.

Wie lange die Prüfung bei der EMA dauert, ist unklar. Die Behörden der EU-Mitgliedsstaaten entscheiden aber selbst, ob überhaupt eine Auffrischungsimpfung für Kinder angeboten werden soll. Der Impfstoff ist bereits als Grundimpfung in zwei Dosen auch für Kinder ab fünf Jahren zugelassen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung in diesem Alter für Kinder mit Vorerkrankungen seit Dezember 2021. Auch auf individuellen Wunsch der Eltern darf das Vakzin jüngeren Kindern verabreicht werden.


18:01 Uhr

Griechenland hebt Maskenpflicht über Sommermonate größtenteils auf

Griechenland wird über die Sommermonate die Corona-Maskenpflicht größtenteils aufheben. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes werde ab dem 1. Juni in den meisten Bereichen, einschließlich in Flugzeugen und im Fernverkehr, nicht mehr vorgeschrieben, kündigte Gesundheitsminister Thanos Plevris an. In Krankenhäusern, Altenpflegeheimen und im städtischen Nahverkehr bleibe die Maskenpflicht aber weiterhin in Kraft. Die neue Regelung soll vorerst bis Mitte September gelten, wenn die Tourismus-Saison wieder abklingt. Das Tragen einer Maske wird jedoch weiterhin von den Behörden empfohlen.


17:25 Uhr

683 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern seit Dienstag um 683 Fälle gestiegen. Das sind 232 Fälle weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag landesweit bei 285,6 Fällen pro 100.000 Einwohner (Vortag: 301,2; Vorwoche: 357,4). Den höchsten Wert hat Nordwestmecklenburg mit 381,7, den niedrigsten die Mecklenburgische Seenplatte mit 211,6. 22 Covid-Patienten werden landesweit auf Intensivstationen behandelt. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 1,5. Drei weitere Menschen starben an oder mit Covid-19.


17:05 Uhr

Bund will für 830 Millionen Euro Impfstoff für den Herbst beschaffen

Die Bundesregierung will für den Herbst zusätzlichen Corona-Impfstoff bestellen, um damit auf die dann vorherrschenden Virusvarianten reagieren zu können. "Wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein", sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Nach einer vom Bundeskabinett beschlossenen Strategie sollten daher weitere 830 Millionen Euro für den Kauf eines angekündigten Impfstoffs des Herstellers Moderna bereitgestellt werden, der gegen mehrere Varianten wirken soll. Deutschland wolle trotz des aktuellen Impfstoff-Überschusses weitere Dosen über EU-Beschaffungen bestellen, erläuterte Lauterbach. Die Pandemie sei nicht vorbei, und die Impfstoffe würden benötigt.

Über Verträge der alten Regierung sei ausreichend Impfstoff da, der gegen die Ursprungsvariante plus Delta wirke. Auch ein zweiter, rein auf die Omikron-Variante angepasster Impfstoff von Biontech sei bestellt. Zusätzlich beschafft werden solle nun ein von Moderna vorbereitetes Präparat, das sowohl gegen Omikron als auch gegen ältere Virusvarianten wirke. Lauterbach betonte, eine Lehre aus der Pandemie sei, nie wieder zu wenig Impfstoff zu haben. Er kündigte eine Impfkampagne mit Blick auf den Herbst an. Allen, die es bräuchten oder wünschten, solle auch eine vierte Impfung angeboten werden können. Um so schnell wie möglich impfen zu können, sollten die Impfzentren weitergeführt und vom Bund mit bis zu 100 Millionen Euro pro Monat unterstützt werden.


16:37 Uhr

Corona in der Familie: MV-Sozialministerin Drese sagt alle Termine ab

Nach einer Corona-Infektion in der Familie hat die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese (SPD), alle Termine in dieser Woche abgesagt. Drese sei direkte Kontaktperson, teilte ihr Ministerium mit. Deshalb werde sie vorsorglich ihre Kontakte einschränken und auch nicht an den Landtagssitzungen diese Woche teilnehmen. Vertreten werde sie dort von der Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Bettina Martin (SPD).


15:16 Uhr

Einrichtungsimpfpflicht vor Verfassungsgericht: Lauterbach geht von Bestätigung aus

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht von einer Bestätigung der Corona-Impfpflicht für das Pflege- und Gesundheitspersonal durch das Bundesverfassungsgericht aus. Vor der Verkündung des Urteils an diesem Donnerstag (9.30 Uhr) verwies Lauterbach in Berlin auf die im Vorfeld vorgetragenen Argumente und sagte, er gehe davon aus, "dass die Rechtmäßigkeit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht tatsächlich bestätigt wird". Im Eilverfahren hatten die Richter und Richterinnen in Karlsruhe die Impfpflicht für das Klinik- und Pflegepersonal nicht beanstandet. Kritisch merkten sie im Februar aber an, dass im Gesetz nichts Genaueres zum Impf- und Genesenennachweis stehe. Nun folgt die Entscheidung im Hauptsacheverfahren.


15:03 Uhr

Corona-Infektion kann dauerhafte Folgeerkrankungen nach sich ziehen

Ein erhöhtes Risiko für Diabetes, dauerhafte Schäden an den Nieren und der Lunge: Eine Corona-Erkrankung kann bei Menschen nach der Infektion zu dauerhaften Folgeerkrankungen führen. Studien zeigen, dass die Pandemie nach der akuten Phase womöglich noch lange die Gesundheit vieler Menschen beeinflussen wird. Wie lange Patienten durch die unterschiedlichen Organschäden beeinträchtigt sein werden, können Forscher derzeit noch nicht sicher sagen.


14:13 Uhr

Zahl der PCR-Tests in Niedersachsen deutlich zurückgegangen

Seit den Lockerungen der Corona-Regeln ist die Anzahl der PCR-Tests in Niedersachsen deutlich zurückgegangen. So werden beispielsweise im Laborzentrum Nord-West in Schüttorf (Landkreis Grafschaft Bentheim) seit Ende März 75 Prozent weniger PCR-Tests ausgewertet. Statt etwa 40.000 Proben untersuchen die Mitarbeitenden dort derzeit nur noch rund 10.000 pro Woche. Laborleiter Jens Matten geht davon aus, dass sich viele Menschen nicht mehr testen lassen, weil sie Corona-müde geworden seien. Auch der Verband für Akkreditierte Labore in der Medizin stellte ebenfalls einen deutlichen Rückgang fest, wie er Anfang Mai mitteilte. Die ermittelte Positivrate blieb derweil hoch, fiel zuletzt aber erstmals unter 50 Prozent.

Ein weiterer möglicher Grund für den Rückgang der Testzahlen liegt in den Arztpraxen. Niedergelassene Ärzte bekommen die PCR-Tests seit Anfang April nicht mehr extra vergütet. Bislang war dafür eine Aufwandsentschädigung von rund 40 Euro pro PCR-Test vorgesehen. Ein weiterer Faktor ist, dass für eine Krankschreibung bei einer Corona-Infektion seit Februar auch ein Schnelltest ausreicht und somit nicht immer ein PCR-Test durchgeführt werden muss. Nicht zuletzt dürfte auch das Wegfallen der Testpflicht an Schulen und Kitas seit diesem Monat zu dem Rückgang der PCR-Tests beigetragen haben.


13:31 Uhr

Anonyme psychische Beratung für Arbeitnehmer in Krisenzeiten

Nicht nur die Corona-Pandemie oder der Krieg in der Ukraine können Menschen mental in eine Art dauerhaften Alarmzustand versetzen. Auch Stress im Job oder private Probleme sorgen bei vielen Arbeitnehmern für psychische Belastungen. Wer dann Hilfe sucht, muss im Schnitt fünf Monate auf einen Termin beim Psychotherapeuten warten. Um seine Angestellten in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen, bietet die Hamburger Volksbank die Beratungsdienste des Fürstenberg Instituts an. Dort können sich Arbeitnehmer bei Problemen jederzeit anonym beraten lassen - und zwar auf Kosten ihres Arbeitgebers. 

Mittlerweile zählen rund 500 Firmen zu den Kunden des Insituts. Die Nachfrage sei in der letzten Zeit enorm gestiegen, berichtet die Gründerin Reinhild Fürstenberg. "In der Pandemiezeit haben depressive Verstimmungen und Erschöpfung definitiv zugenommen. Wir haben auch sehr viel mit Partnerschafts- und Familienkonflikten zu tun gehabt. Denn viele waren im Homeoffice - waren das überhaupt nicht gewohnt - und haben sich da wirklich manchmal die 'Köpfe eingeschlagen'."

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Ein Mann lehnt seinen Kopf an eine Wand. © fotolia.com Foto: Paolese

Arbeiten in Krisenzeiten: Firmen bieten anonyme psychische Beratung

Psychische Belastungen haben in der Pandemie zugenommen - immer mehr Arbeitgeber setzen auf präventive Hilfe. Ein Beispiel aus Hamburg. mehr


13:01 Uhr

Gericht weist Klage von Fünfjähriger wegen Corona-Quarantäne ab

Das Landgericht in Düsseldorf hat die Klage einer Fünfjährigen auf Schmerzensgeld wegen einer häuslichen Corona-Quarantäne abgewiesen. Die Eltern des Mädchens hatten im Namen ihrer Tochter 7.000 Euro Schmerzensgeld für die 28-tägige häusliche Quarantäne verlangt - 250 Euro pro Tag. Ihre Tochter habe diese Zeit zu Hause verbringen müssen, obwohl sie gar nicht infiziert gewesen sei, so die Argumentation der Eltern. Da bei dem Mädchen ein Ansteckungsverdacht bestand, so die Quarantäne zu Recht angeordnet worden, befand das Gericht. Das Kind musste nach mutmaßlichen Kontakten zu Corona-positiven Kita-Kindern im Frühjahr 2021 mehrfach in häusliche Quarantäne. Dass die PCR-Tests des Mädchens negativ gewesen seien, spiele nach dem Infektionsschutzgesetz keine Rolle.

Die Eltern hatten behauptet, ihr Kind habe während Quarantäne schwere seelische Schäden erlitten. Dies schlossen sie aus Wutanfällen und Aggressivität des Mädchens. Ein entsprechendes Gutachten eines Psychiaters oder Psychologen konnten sie nicht vorweisen.


12:29 Uhr

Nicht vollständig geimpfte Pflegende erhalten Kontaktverbot zu Patienten

In der Grafschaft Bentheim dürfen 66 Angestellte aus dem Gesundheitswesen keinen Kontakt mehr zu Patienten haben, weil sie nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Zuerst hatten die Grafschafter Nachrichten über die Kontaktverbote in dem Landkreis im Südwesten von Niedersachsen berichtet. Die Verbote sind die ersten Konsequenzen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht. Insgesamt seien von den Arbeitgebern in dem Landkreis 145 ungeimpfte Mitarbeitende im Pflegebereich gemeldet worden. Am Ende seien dann nach Prüfung noch 66 Pflegende ohne Impfnachweis übrig geblieben.

Das Land Niedersachsen kontrolliert die seit dem 15. März geltende Corona-Impfpflicht für Mitarbeitende in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und Arztpraxen und geht Verstößen nach. Rund 4,6 Prozent der Beschäftigten - etwa 11.000 Menschen - sind nach Angaben des Sozialministeriums in Hannover bis Anfang Mai bisher unzureichend oder gar nicht gegen Corona geimpft.

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Ein Mann lässt sich bei gegen Covid-19 in den Oberarm impfen. © dpa Foto: Bernd von Jutrczenka

Ersten Pflegenden droht Kontaktverbot zu Patienten

Die betroffenen Angestellten in der Grafschaft Bentheim sind nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft. mehr


11:37 Uhr

Knigge-Experte: Das Händeschütteln kommt zurück

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie wird auf das Händeschütteln zur Begrüßung oder zum Abschied immer noch größtenteils verzichtet. Clemens Graf von Hoyos, Vorstandsvorsitzender der Deutschen-Knigge-Gesellschaft, ist davon überzeugt, dass sich die knapp 2.000 Jahre alte und tief verwurzelte Geste nicht einfach durch zwei Jahre Pandemie abschalten lasse und wieder zurückkomme. Ob sich die Menschen in Deutschland in der gegenwärtigen frühsommerlichen Corona-Situation wieder die Hände zur Begrüßung oder zum Abschied reichen sollten, ist nach Ansicht des Knigge-Experten eine individuelle Entscheidung. Auch andere Begrüßungsgesten wie Umarmungen oder die sogenannte Akkolade - Küsschen links, Küsschen rechts - werden Hoyos zufolge wieder zurückkehren.


11:14 Uhr

Strengere Prüfungen nach Covid-19-Erkrankung bei Versicherungen

Nach einer durchgemachten Corona-Infektion müssen Neukunden beim Abschluss für eine private Kranken-, Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherung mit längeren Aufnahmeprozessen rechnen. Eine Umfrage der Wirtschaftszeitschrift "Capital" unter fünf großen Versicherungsunternehmen hat ergeben, dass die Firmen Anträge von bereits an Corona erkrankten Neukunden sehr genau prüfen. Teilweise würden Zuschläge fällig und Anträge ausgesetzt. Deutschlands größter privater Krankenversicherer Debeka behandelt Corona nach eigenen Angaben bei der Risikoprüfung für eine Krankenversicherung "wie jede andere Erkrankung". Wer wegen des Virus nicht zum Arzt musste, werde in der Regel problemlos aufgenommen. Bei einem mäßigen bis schweren Covid-19-Verlauf sowie bei Long-Covid stelle das Unternehmen die Anträge potenzieller Neukunden jedoch "bis zur vollständigen Genesung zurück". Danach werde individuell geprüft, nach welchem Zeitraum nach der Genesung die Aufnahme möglich sei. Ähnlich würden auch die Versicherer R+V und Signal Iduna verfahren.


09:30 Uhr

Zahl der Erwerbstätigen erstmalig über Vor-Corona-Niveau

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist erstmals wieder höher als vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Im ersten Quartal waren rund 45,1 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig - das bedeutet im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Zuwachs von 687.000 Menschen und ein Plus von 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Einen derart steilen Anstieg hatte es zuletzt im zweiten Quartal 2007 gegeben und war damals den Hartz-Reformen am Arbeitsmarkt zugeschrieben worden. Neben den Basiseffekten aus den starken Corona-Wellen im Vorjahr beobachten die Statistiker seit dem Sommer einen deutlichen Aufwärtstrend bei der Beschäftigung. Bereinigt um Saisoneffekte hat die Erwerbstätigenzahl das Vorkrisen-Niveau aus dem Schlussquartal 2019 inzwischen übertroffen.


08:48 Uhr

UKSH schlägt Alarm: Zu wenige Blutspenden durch Corona

Durch die Corona-Pandemie werden die Blutkonserven am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) knapp. Normalerweise brauche das UKSH rund 1.000 Blutspenden pro Woche, aktuell seien es aber nur knapp 700, sagt Siegfried Görg, Leiter für Transfusionsmedizin am Klinikum. Ein Grund für den Engpass sei die Pandemie, da infizierte Personen erst nach vier bis sechs Wochen wieder Blut spenden können. Außerdem würden aktuell generell weniger Menschen spenden. Gleichzeitig werden jedoch momentan wieder mehr Blutspenden gebraucht, da nun viele Operationen nachgeholt werden, die im vergangenen Herbst und Winter wegen der Pandemie aufgeschoben wurden. Wenn die Flaute bei den Blutspenden weiter andauere, könnten zukünftig wieder nur Notfälle behandelt werden, warnt Görg.


08:04 Uhr

Lauterbach will bald Konzept für den Herbst vorlegen

Damit Deutschland möglichst gut für den weiteren Verlauf der Pandemie im Herbst vorbereitet ist, will Gesundheitsminister Karl Lauterbach bald ein entsprechendes Konzept vorstellen. Er werde in einigen Tagen einen Plan vorstellen, der eng mit dem Kanzleramt abgestimmt sei, mit dem man die Pandemie im Herbst managen wolle, sagte Lauterbach heute in einem Interview im Bayerischen Rundfunk. Es würden etwa Einkäufe von angepassten Impfstoffen vorbereitet, erklärte er. Die Impfzentren würden offen gehalten, so dass sie sofort genutzt werden könnten. Zudem werde eine Impfkampagne mit kreativen Ansätzen vorbereitet. Außerdem sollen Erkrankte schnell Medikamente bekommen.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten am Montag auf rechtzeitige Vorbereitungen für eine neue Corona-Welle in Deutschland ab Herbst gedrungen. Gefordert wurden etwa ein mit den Ländern abgestimmter "Masterplan" und eine Anpassung des Infektionsschutzgesetzes. In einem einstimmig gefassten Beschluss der Länder wurde der Bund aufgefordert, das Gesetzgebungsverfahren zeitnah einzuleiten. Das erst kürzlich geänderte Infektionsschutzgesetz läuft bis 23. September.


07:24 Uhr

Corona-Inzidenz in Hamburg liegt bei 373,4

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für Hamburg 784 Corona-Neuinfektionen registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt aktuell 373,4 - nach 455,2 am Vortag.

Weil die Hamburger Sozialbehörde Anfang Mai ihre bisher tägliche Veröffentlichung der Corona-Daten eingestellt hat, veröffentlicht der NDR nun im Corona-Ticker täglich die aktuellen Zahlen des RKI. Die Gesundheitsbehörde der Hansestadt teilt nur noch einmal wöchentlich - dienstags - eine Aktualisierung zur Sieben-Tage-Inzidenz sowie der Krankenhaus-Auslastung mit. Diese Daten und Werte können von denen des RKI abweichen.


07:18 Uhr

9.753 neue Corona-Fälle: Inzidenz in Niedersachsen fällt auf 555,3

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Morgen für Niedersachsen 9.753 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche, liegt nun bei 555,3 - nach 609,4 am Vortag. Im Ländervergleich hat Niedersachsen nach wie vor die zweithöchste Inzidenz. Das RKI registrierte für das Bundesland zudem 34 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. 

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Eine Mitarbeiterin in einem Corona-Testzentrum am Hamburger Flughafen hält ein Teststäbchen für einen Nasen-Rachenabstrich. © picture alliance/dpa Foto: Christian Charisius

Corona in Niedersachsen: Inzidenz sinkt leicht auf 917,8

Das RKI meldet 56 weitere Todesfälle in Niedersachsen. Weitere Zahlen aus dem Land und Ihrer Kommune finden Sie hier. mehr


05:45 Uhr

Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 582,4

Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist auf 582,4 gesunken. Eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 751,3. Er steht für die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Unter anderem wegen rückläufiger Testzahlen muss aber davon ausgegangen werden, dass nicht alle Corona-Fälle behördlich erfasst werden. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen liegt bei 4.452, eine Woche zuvor waren es 5.506. In den Krankenhäusern liegen derzeit 282 Covid-Kranke (eine Woche zuvor: 348). Von ihnen wurden 29 auf einer Intensivstation behandelt und 15 beatmet. Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen meldeten weiter die Kreise Rendsburg-Eckernförde (753,4) und Nordfriesland (734,1). Die niedrigste Inzidenz hat nun Neumünster mit 398,0.


05:40 Uhr

Bundesweit 72.051 neue Corona-Fälle - Inzidenz bei 407,4

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz heute Morgen mit 407,4 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 437,6 gelegen (Vorwoche: 507,1; Vormonat: 808,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 72.051 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 97.010) und 174 Todesfälle (Vorwoche: 231) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende immer mehr Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.


05:35 Uhr

Newsletter-Mail: Nachrichten für den Norden

Ob Corona oder Klimawandel, ob Wahlumfrage oder Werftenkrise: Mit dem NDR Newsletter bleiben Sie auf dem Laufenden. Wir bündeln die wichtigsten Ereignisse des Tages aus Nordsicht. Politik und Zeitgeschehen gehören ebenso dazu wie das Neueste aus Sport, Kultur und Wissenschaft. Der kostenlose Newsletter wird per E-Mail von montags bis freitags immer am Nachmittag verschickt.

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Elektronisches Symbol eines Briefumschlags. © panthermedia Foto: Stuart Miles

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05:30 Uhr

Live-Ticker zur Corona-Lage am Mittwoch startet

Guten Morgen aus der NDR.de Redaktion! Mit unserem Live-Ticker wollen wir Sie auch heute - am Mittwoch, 18. Mai 2022 - über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Norddeutschland informieren. Hier finden Sie montags bis freitags alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen. Die gestrigen Ereignisse können Sie im Blog vom Dienstag nachlesen.

FAQ, Podcast und Hintergrund
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Die aktuellen Corona-Regeln: "Basisschutz" gilt weiter

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Ein Mann hält ein Smartphone und einen positiven Coronavirus-Schnelltest in der Hand. Auf dem schwarzen  Display des Smartphones steht in roter Schrift: Testergebnis positiv Omikron. © picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer

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