Stand: 01.06.2021 23:48 Uhr

Coronavirus-Blog: Göttinger Studie bemängelt digitale Kluft an Schulen

NDR.de hat Sie auch am Dienstag, 1. Juni 2021, aktuell über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Am Mittwoch geht es in einem neuen Blog weiter.

Das Wichtigste in Kürze:

Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen


23:48 Uhr

Gute Nacht, Norddeutschland!

Wir beenden den NDR.de Coronavirus-Ticker für heute - und melden uns morgen früh gegen 6 Uhr wie gewohnt mit einer neuen Ausgabe zurück. Danke für Ihr Interesse. Wir wünschen eine ruhige Nacht.


22:35 Uhr

Long Covid: Die Suche nach der besten Behandlung ist längst nicht beendet

Im Moment gehen die Corona-Infektionszahlen vielerorts stark zurück - und damit sinken auch die Zahlen der Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Dennoch sind und bleiben die Folgen einer Covid-19-Erkrankung großes Thema bei den Medizinern. Bisher ist nicht klar, wie viele der bereits knapp 3,7 Millionen Infizierten in Deutschland auch mit Long-Covid-Symptomen zu kämpfen haben werden - und wann das der Fall sein wird. Professor Klaus Rabe von der LungenClinic Großhansdorf (Kreis Stormarn) schreibt derzeit mit Kollegen an einer bundeseinheitlichen Leitlinie zur Behandlung von betroffenen Patienten. Das Problem: Long-Covid-Symptome sind vielfältig und für die Mediziner noch schwer einzuordnen. Deshalb gelte es, eine Struktur für die Behandlungen zu entwerfen und geeignete Maßnahmen dafür zu finden.


22:02 Uhr

50 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal geimpft

In Deutschland ist fast jeder zweite Erwachsene mindestens einmal gegen Corona geimpft worden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte, bei den stärker von einem schweren Verlauf bedrohten Über-60-Jährigen seien sogar rund 80 Prozent bereits mindestens einmal immunisiert. Er kündigte erneut an, dass die meisten Impfwilligen in Deutschland im Frühsommer an die Reihe kämen. Im Juni, Juli und August würden weitere 50 Millionen Dosen allein vom Hersteller Biontech geliefert und könnten verimpft werden, so Spahn. Das mache diese Zusage möglich. Aktuell beteiligen sich nach seinen Angaben rund 70.000 Arztpraxen an den Corona-Impfungen. Das Robert-Koch-Institut stufte die Gefahrenlage in der Pandemie angesichts anhaltend sinkender Infektionszahlen heute von "sehr hoch" auf "hoch" zurück. RKI-Präsident Lothar Wieler betonte zugleich, die Pandemie sei noch nicht vorbei.


21:42 Uhr

MV: Pangea-Festival findet statt - als Modellprojekt

Das Pangea-Festival in Ribnitz-Damgarten bei Rostock darf mit bis zu 15.000 Besuchern im August stattfinden - als Corona-Pilotprojekt. Das Festival vom 19. bis 22. August wird empirisch begleitet - vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) und dem Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern. Es soll untersucht werden, wie auch zu Pandemiezeiten Großveranstaltungen möglich sein können - mit einem umfangreichem Hygiene- und Sicherheitskonzept. Ein Expertenteam begleitet das Festival und sammelt Werte und Daten um möglichst genaue Erkenntnisse zum Thema Infektionsschutz und Sicherheit anzufertigen. Das Festival besteht aus Musik, Sport und Kultur. Musikalisch bewegt sich das Programm in den Bereichen Elektro, Hip-Hop, Pop und Indie.


20:54 Uhr

EU-Behörde: Vor Kinder-Impfungen an ärmere Länder denken

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC rät dazu, vor Corona-Impfkampagnen für gesunde Minderjährige in Europa zunächst an risikobehaftete Erwachsene in ärmeren Ländern zu denken. Vor der Ausweitung der Impfprogramme auf 12- bis 18-Jährige solle auch die globale Impfstoffknappheit berücksichtigt werden, heißt es in einem Bericht der im schwedischen Solna ansässigen Agentur vom Dienstag. Am Montag hatte die EU-Kommission das Vakzin von Biontech/Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren freigegeben. Die Behörde weist darauf hin, dass die Versorgungslage mit Impfstoffen anderswo auf der Welt schlechter sei als in der EU und dem Europäischen Wirtschaftsraum (EEA), der noch Norwegen, Island und Liechtenstein mit umfasst. An Orten, wo die Ressourcen begrenzt seien, hätten viele Menschen mit einem hohen Risiko für schwere Covid-19-Verläufe wie Beschäftigte im Gesundheitssektor und Vorerkrankte noch nicht geimpft werden können.


20:42 Uhr

Spahn will Vorgaben für Testzentren zügig ändern

Nach Berichten über mögliche Betrügereien will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Regelungen für Corona-Testzentren zügig überarbeiten. "Aus meiner Sicht muss das jetzt eine Frage von Tagen sein", sagte er heute in Berlin. Dazu liefen bereits Gespräche mit den Ländern, den kommunalen Spitzenverbänden, den Kassenärztlichen Vereinigungen und dem Bundesfinanzministerium. Es stehe bereits fest, dass die Vergütung für die Testzentren gekürzt werde, sagte Spahn. Außerdem solle vorgeschrieben werden, dass alle Testzentren, die mit den Kassenärztlichen Vereinigungen abrechnen wollen, sich an die Corona-Warn-App anschließen und die Testergebnisse digital übermitteln müssen - "wodurch wir natürlich auch nochmal einen anderen Überblick über die Zahl der tatsächlich durchgeführten Tests an der Stelle hätten". Mit seinen Länderkollegen und -kolleginnen hatte Spahn am Montag die Einsetzung einer Arbeitsgruppe vereinbart, die sich mit den Anpassungen der Coronavirus-Testverordnung und Fragen des Vollzugs befassen soll.


20:17 Uhr

MV: Kritik an Corona-Massenschnelltests

Politiker und Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern ziehen den Sinn massenhafter Corona-Schnelltests zunehmend in Zweifel. Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) forderte deren Zurückfahren und auch der Landrat von Vorpommern-Rügen Stefan Kerth (SPD) regte an, das Land solle seine Schnellteststrategie überdenken. Die Zahl der positiven Ergebnisse sei gering, während die Tests eine enorme Belastung für Einwohner, Touristen, Gastronomen und Hoteliers darstellten. Badenschier, selbst Arzt, betonte: "Wir müssen uns jede Woche neu fragen, ob wir unsere Ressourcen zur Bekämpfung der Pandemie tatsächlich richtig einsetzen." Das massenhafte Schnelltesten von Menschen ohne Symptome mache bei niedrigen Infektions- und steigenden Impfzahlen immer weniger Sinn. Auch die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern sieht die Massentests symptomfreier Menschen kritisch.


20:00 Uhr

Biontech/Pfizer kann Impfstoff-Produktion in Belgien hochfahren

Biontech/Pfizer kann in seinem Werk im belgischen Puurs die Produktion von Corona-Impfstoff weiter hochfahren. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfahl am Dienstag, dort weitere Herstellungs- und Abfüllungskapazitäten zu genehmigen. Dies werde "erhebliche und sofortige Auswirkungen auf die Versorgung" mit dem Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und deren US-Partner Pfizer in der EU haben, erklärte die EMA. Eine Prüfung habe ergeben, dass die Fabrik in Puurs durchgängig Impfstoffe hoher Qualität produzieren könne. Dies ermögliche es Biontech/Pfizer, die Mengen der dort hergestellten Impfstoffe zu steigern.


19:52 Uhr

Maskenpflicht für Party-Areal in Göttingen soll kommen

Die ausufernden Partys am Göttinger Wilhelmsplatz vor allem am vergangenen Wochenende haben Folgen - unter anderem soll es mehr Kontrollen geben. Das kündigten die Polizei Göttingen und der Fachbereich Ordnung der Stadt heute an. "Als erste Konsequenz wird die Maskenpflicht an bestimmten Plätzen der Stadt ausgedehnt. Die gemeinsamen Kontrollen von Polizei und Stadtordnungsdienst (SOD) werden fortgesetzt", teilte ein Sprecher der Stadt dem NDR in Niedersachsen mit. Die Maskenpflicht soll für den Wilhelmsplatz und den Albaniplatz sowie angrenzende Nebenstraßen gelten, eine dafür notwendige Allgemeinverfügung wird nach Angaben der Verwaltung derzeit erarbeitet und soll spätestens ab Freitag, 4. Juni, in Kraft treten. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist dort dann in den Nächten von Freitag auf Sonnabend, Sonnabend auf Sonntag und Sonntag auf Montag jeweils von 21 Uhr bis 4 Uhr zu tragen.


19:33 Uhr

MV: Insgesamt 51 Corona-Infizierte bei Geflügelbetrieb

Bei einem Corona-Ausbruch in einem Geflügelverarbeitungsbetrieb in Brenz (Kreis Ludwigslust-Parchim) haben sich insgesamt 51 Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert. Bei einem Nachtest wurden 14 weitere Infektionen ermittelt. Zu diesem Ergebnis kommt das Gesundheitsamt des Landkreises Ludwigslust-Parchim, nachdem am Montag 434 Beschäftigte, Zulieferer und Angehörige in einer groß angelegten Aktion getestet wurden. Knapp 40 Personen waren bereits in der vergangenen Woche positiv getestet worden.


19:15 Uhr

Mertens im Corona-Podcast über Kinderimpfungen: Daten reichen nicht

Sollten alle Kinder ab zwölf Jahren in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft werden? Im NDR Info Podcast Coronavirus-Update spricht die Virologin Sandra Ciesek darüber, gemeinsam mit Thomas Mertens. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) geht davon aus, dass sich das Gremium Anfang der kommenden Woche zu Kinderimpfungen äußern wird - nach dem Studium aller derzeit verfügbaren Daten. Und das sind laut Mertens noch zu wenige, um belastbare Aussagen darüber zu treffen, ob der Nutzen einer Impfung höher ist als das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung, die bei Kindern nach derzeitiger Datenlage extrem selten auftritt. "Was haben die Kinder für einen Vorteil von einer Empfehlung? Diese Frage muss, so gut das eben möglich ist, gelöst werden", sagt Mertens. "Den Kindern bietet man ja kein Lakritzbonbon an, sondern es ist ein medizinischer Eingriff und der muss entsprechend indiziert sein."

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Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO), bei einer Pressekonferenz. © dpa bildfunk Foto: Kay Nietfeld

Stiko-Chef Mertens: Kinderimpfung ist kein Lakritzbonbon

Die Virologin Sandra Ciesek und Stiko-Chef Thomas Mertens sprechen im Coronavirus-Update über Pro und Contra von Impfungen ab zwölf Jahren. mehr


18:55 Uhr

Göttinger Studie bemängelt digitale Kluft an Schulen

Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in den Schulen zwar beschleunigt, aber es gibt weiterhin deutliche Lücken. Das geht aus einer Untersuchung der Uni Göttingen hervor. Studienleiter Frank Mußmann sagte auf NDR Info, es fehle vielerorts sowohl an der technischen Ausstattung als auch an digitalen Bildungskonzepten. Lehrkräfte und Schulen hätten aber mit bemerkenswertem Engagement kreative Lösungen gefunden, um die Corona-Situation zu bewältigen. Der Studie zufolge gibt es gewaltige Unterschiede bei der digitalen Infrastruktur. So habe die Hälfte der Schulen kein WLAN für die Schüler, oft gebe es nicht genügend digitale Geräte. Dadurch sei die Chancengleichheit beim Erwerb elementarer digitaler Kompetenzen nicht gegeben. Für die repräsentative Studie "Digitalisierung im Schulsystem" waren im Januar und Februar 2.750 Lehrkräfte an 233 Schulen in allen Bundesländern befragt worden.

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Schülerinnen und Schüler einer 7. Klasse sitzen an eine Wand gelehnt und lernen mit iPads. © picture alliance/dpa/Julian Stratenschulte

Digitale Schule: Göttinger Studie zeigt Lücken bei Technik

Demnach gibt es Defizite beim WLAN, bei digitaler Kompetenz und Geräten. Die Unterschiede seien gravierend, heißt es. mehr


18:33 Uhr

15 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft

Am Montag sind in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bundesweit 511.097 Impfdosen verabreicht worden. Damit sind nun rund 15 Millionen Menschen in Deutschland (18 Prozent der Gesamtbevölkerung) vollständig geimpft. Insgesamt haben 36 Millionen Personen (43,3 Prozent) mindestens eine Impfdosis erhalten. Hier die aktuellen Impfdaten der Länder im Vergleich:


18:18 Uhr

46 neue Corona-Fälle im Land Bremen

Durch insgesamt 46 neu registrierte Corona-Fälle sind die Inzidenzwerte im Land Bremen wieder angestiegen. Laut Gesundheitsressort wurden am Dienstag 40 neue Fälle in Bremen und sechs in Bremerhaven gemeldet. Der Inzidenzwert in Bremen steigt demnach von 30,3 auf 34,5. In Bremerhaven klettert die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen von 34,3 auf 37.


18:12 Uhr

Neue Termine am Hamburger Impfzentrum ausgebucht

Die Hamburger Sozialbehörde hat mitgeteilt, dass die erst am Montag freigegebenen 30.000 zusätzlichen Termine für Erstimpfungen bereits komplett vergeben sind. Kurzfristig sei auch nicht mit neuen Terminen im Impfzentrum zu rechnen. Zunächst sollen die Menschen in Hamburg ihre Zweitimpfung bekommen. Insgesamt bleibt der Impfstoff in Hamburg im kommenden Monat voraussichtlich sehr knapp.


18:05 Uhr

SH: Registrierung für weitere Impftermine ab Donnerstag möglich

Angehörige der ersten drei Priorisierungsgruppen können sich ab Donnerstag (9 Uhr) für Impftermine in Corona-Impfzentren ihrer Wahl in Schleswig-Holstein anmelden. Sie sollen später bei Verfügbarkeit automatisch einen freien Termin zugewiesen bekommen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Sollte der Andrang auf der Webseite impfen-sh.de zu hoch sein, wird nach Ministeriumsangaben wieder eine Warteschlange eingeschaltet, die automatisch auf die Website leitet, wenn das Aufkommen es zulässt. Die Registrierungs-Startphase zur Einführung des neuen Systems soll bis 7. Juni (13 Uhr) laufen. Danach sollen erste Termine ab dem 9. Juni vergeben werden. Das Ministerium verwies darauf, dass es aufgrund der anhaltenden Impfstoffknappheit mehrere Wochen dauern kann, bis Menschen nach ihrer Registrierung auf dem Portal einen Termin erhalten.


17:58 Uhr

Grote: Sport-Großveranstaltungen in Hamburg sollen stattfinden

Hamburgs Sport-Großveranstaltungen sollen im Sommer stattfinden. "Das ist unser Anspruch und unsere Ambition", sagte der Innen- und Sportsenator Andy Grote (SPD). Die Veranstaltungen sollen mit den größtmöglichen Zuschauerzahlen durchgeführt werden. In Absprache mit der Gesundheitsbehörde werden derzeit die Veranstaltungskonzepte überprüft. Auf dem Sportkalender der Hansestadt stehen nach dem Pokal-Finale der Handballer am Donnerstag und Freitag noch im Juni der Supercup der Basketballer und das Galopp-Derby. Im Juli folgen die Tennisturniere der Damen und Herren am Rothenbaum, im August die "King of the court"-Veranstaltung der Beachvolleyballer, die Cyclassics, das Spring- und Dressurderby und der Ironman sowie im September der Marathon. Zwar seien die Veranstaltungen mit viel Publikum an den Strecken wie bei den Cyclassics und dem Marathon schwieriger, aber vor der aktuellen Pandemie-Entwicklung sei er sehr zuversichtlich, "dass wir das hinbekommen", sagte der Senator. Grote rechnet auch damit, dass zum Saisonstart der 2. Fußball-Bundesliga am 23. Juli "mehrere tausend Zuschauer" in die Stadien könnten.


17:24 Uhr

Lübeck: Weiteres Corona-Testzentrum unter Betrugsverdacht

Auch in Lübeck wird gegen ein Corona-Testzentrum wegen des Verdachts der Falschabrechnung ermittelt. Das bestätigte die Pressesprecherin der Lübecker Staatsanwaltschaft, Ulla Hingst, am Dienstag. Gegen den Betreiber bestehe der Verdacht, dass er mehr Tests abgerechnet habe, als tatsächlich durchgeführt worden seien. Die Ermittlungen stünden erst am Anfang, so dass weitere Angaben noch nicht möglich seien, sagte Hingst. Auch gegen ein privates Testzentrum in der Lübecker Innenstadt dauern die Ermittlungen nach Angaben der Sprecherin immer noch an. Das Zentrum ist seit März geschlossen. Dort sollen Abstriche für PCR-Tests nicht oder nicht ordnungsgemäß untersucht worden sein.


17:06 Uhr

WHO erteilt Impfstoff von Sinovac Notfallzulassung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Notfallzulassung für das Corona-Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac erteilt. Der Impfstoff entspreche in seiner Wirksamkeit, Sicherheit und Herstellung den internationalen Standards, teilte die Organisation heute in Genf mit. Die Zulassung gilt ab einem Alter von 18 Jahren und sieht zwei Impfdosen im Abstand von zwei bis vier Wochen vor. Es ist der zweite in China hergestellte Impfstoff, der diese Zulassung erhält. Damit können diese Mittel vom internationalen Impfprogramm Covax verwendet werden, das ärmere Staaten mit Coran-Vakzinen versorgt.


17:01 Uhr

MV: 63 Neuinfektionen, ein weiterer Todesfall

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern um 63 Fälle gestiegen. Das sind 53 Infektionen mehr als vor einer Woche - der Wert ist aber wegen den Pfingstfeiertage nur bedingt vergleichbar. Landesweit steigt der Inzidenzwert von 14,5 auf 17,7 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen Wochenfrist. Die Zahl der Corona-Todesfälle im Nordosten liegt bei 1.123 (+1).


16:52 Uhr

Keine zentrale Impfaktion für Schüler in Niedersachsen

In Niedersachsen wird es vor den Sommerferien keine vom Land organisierte Impfkampagne für Schülerinnen und Schüler geben. Der Bund habe entschieden, den Impfstoff den niedergelassenen Medizinern zu geben, sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, heute in Hannover. Damit seien die Hausärzte und die Kinderärzte zuständig. Niedersachsen hatte vor einer Woche ein Konzept zum möglichen flächendeckenden Impfen aller Jugendlichen ab zwölf Jahren gegen Covid-19 vorgelegt. Diese Aktion unter Federführung der Impfzentren werde es nicht geben, weil das Land den Impfstoff nicht bekomme, sagte Schröder.


16:43 Uhr

Hamburg unterstützt Sportvereine beim Neustart

Die Stadt Hamburg unterstützt den Neustart des Sports aus der Corona-Pandemie mit weiteren vier Millionen Euro. "Wir können den Blick nach vorn richten und wollen, dass der Sport jetzt mit kräftigem Rückenwind aus der Krise kommt", sagte Innensenator Andy Grote (SPD) nach dem Senatsbeschluss. In Hamburg ist seit dieser Woche auch die Sportausübung mit bis zu zehn Personen in Innenräumen und bis zu 20 Personen im Freien möglich. Mit den jetzt bereitgestellten vier Millionen Euro des Förderprogramms "Neustart Sport" sollen die Clubs in die Lage versetzt werden, die Zahl ihrer Mitglieder und damit ihre finanzielle Basis zügig wieder auf das Vorkrisenniveau anheben zu können. So erhalten Neumitglieder einen "Active City-Startergutschein" im Wert von 80 Euro, den sie beim entsprechenden Verein einlösen können. Zunächst sollen 20.000 dieser Gutscheine bereit stehen. Insgesamt 1,6 Millionen Euro stehen für die Vereine zum Ausgleich von Mitgliederverlusten zur Verfügung. Schon zuvor hatte die Hansestadt den Sport mit mehr als sieben Millionen Euro unterstützt.


16:16 Uhr

Hamburg öffnet auch Innengastronomie am Wochenende

Hamburg lockert weitere Corona-Auflagen. Angesichts niedriger Infektionszahlen darf vom Wochenende an auch die Innengastronomie öffnen. Allerdings gebe es drinnen strengere Vorgaben als bei der Außengastronomie, weil im Innenbereich das Infektionsrisiko größer sei, teilte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) heute mit. Gäste müssen einen aktuellen Corona-Schnelltest oder den Nachweis einer abgeschlossenen Impfung vorlegen. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gastronomie-Betriebe müssen getestet sein. Für die Gäste müsse es feste Plätze geben. Fünf Leute aus verschiedenen Haushalten dürften an einem Tisch sitzen. Eine digitale Kontaktverfolgung ist erforderlich. Für die Außengastronomie, die schon seit Pfingsten offen ist, ist ein Test nicht erforderlich. Der Restaurantbesuch im Innenbereich ist bis 23 Uhr möglich, danach gilt eine Sperrstunde. Der Außenbereich kann laut Tschentscher länger öffnen. Der Bürgermeister kündigte zudem weitere Öffnungsschritte für den 10. Juni an. Um welche Maßnahmen es konkret geht, wolle der Senat in dieser Woche besprechen und vermutlich Ende dieser Woche bekannt geben.


15:35 Uhr

SH: Wirtschaftshilfen verlängert und aufgestockt

Schleswig-Holstein verlängert seine Corona-Hilfen für in Bedrängnis geratene Betriebe bis zum Jahresende und stockt die Mittel zum Teil auf. Dies beschloss das Kabinett heute in Kiel. So wird ein Sonder-Beteiligungsprogramm laut Wirtschaftsministerium zum zweiten Mal um 15 Millionen Euro auf nunmehr 40 Millionen erweitert. Ressortchef Bernd Buchholz (FDP) verwies auf anhaltende Umsatzverluste zum Beispiel in der Veranstaltungswirtschaft und in der Reisebranche. Das Programm ist mit einer 70-prozentigen Haftungsübernahme der bundeseigenen Förderbank KfW unterlegt. Der maximal mögliche Beteiligungsbetrag soll von 800.000 auf 1,3 Millionen Euro angehoben werden. Im Gegenzug halbiert das Land ein wenig nachgefragtes Sonderdarlehensprogramm für gemeinnützige Organisationen auf 15 Millionen Euro, womit sich seine bisherige Garantie um 3 Millionen Euro ebenfalls halbiert. Der Finanzausschuss des Landtags muss den Neuregelungen noch zustimmen


15:25 Uhr

Niedersachsen: Regelstudienzeit soll verlängert werden

Die Regelstudienzeit soll für Studierende in Niedersachsen wegen der erschwerten Studienbedingungen in der Corona-Pandemie um ein weiteres Semester verlängert werden. Das kündigte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) heute in Hannover an. Demnach soll auch das Sommersemester 2021 nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet werden. Durch die Verlängerung ist es unter anderem möglich, dass Bafög-Zahlungen entsprechend länger fließen und Langzeitstudiengebühren später fällig werden. Thümler sagte, das Ministerium für Wissenschaft und Kultur habe eine entsprechende Verordnung für die Verlängerung um ein drittes Semester auf den Weg gebracht. Bereits im März hatte der Landtag eine Verlängerung der Regelstudienzeit für das Wintersemester 20/21 beschlossen.


15:09 Uhr

MV lässt größere Familienfeiern in Gaststätten vorzeitig zu

In Mecklenburg-Vorpommern sind von Donnerstag an wieder größere Familienfeiern möglich. So können zu Geburtstagen oder Hochzeiten in Gaststätten bis zu 30 Personen zusammenkommen, teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach der Kabinettssitzung heute in Schwerin mit. Zunächst sollte das erst ab 11. Juni wieder möglich sein. Aufgrund der geringen Infektionszahlen habe dieser Termin nun aber vorgezogen werden können. Für Feiern in privaten Räumen gelte diese Änderung allerdings noch nicht.


14:21 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern lockert Testpflicht für Touristen

Mecklenburg-Vorpommern ändert seine Corona- Testpflicht für Urlauber. Wer im Nordosten in einer Ferienwohnung oder in einem Ferienhaus Urlaub machen will, muss zwar bei Anreise einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen, diesen aber nicht mehr alle drei Tage wiederholen. Das teilte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) nach der heutigen Kabinettssitzung. Für Hotelgäste, die ihr Frühstück dort einnehmen oder das Restaurant besuchen, bleibe allerdings die bisherige Regelung bestehen. Diese Gäste müssten sich regelmäßigen Wiederholungstests unterziehen. Die Neuregelung soll vor dem 4. Juni in Kraft treten. Von da an ist Mecklenburg-Vorpommern wieder für Urlaubsgäste aus ganz Deutschland geöffnet.


14:16 Uhr

Niedersachsen korrigiert neue Corona-Verordnung

Die niedersächsische Landesregierung will die seit Montag geltende Corona-Verordnung im Bereich von Gastronomie, Feiern und Freizeit überarbeiten. "Es gibt noch Unwuchten in der Verordnung", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen in der wöchentlichen Pressekonferenz des Krisenstabs. Discobesuch ohne Maske, Hochzeitsfeier mit Maske - derartige Widersprüche will das Land noch auflösen.


13:18 Uhr

Hamburg: Strenge Regeln für Ausgehviertel

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und Innensenator Andy Grote (beide SPD) haben angekündigt, dass es ab dem kommenden Wochenende in den Ausgehvierteln der Hansestadt wie im Herbst 2020 wieder ein Alkoholverkaufsverbot ab 20 Uhr geben soll. Außerdem dürfe in der Sternschanze und Teilen St. Paulis am Wochenende zwischen 20 Uhr und 6 Uhr auch kein Alkohol mitgeführt werden. Nur der Ausschank für Gäste mit festen Sitzplätzen in der Gastronomie bleibe bis 23 Uhr erlaubt. Mit diesen Maßnahmen wolle man Massenpartys wie am vergangenen Wochenende möglichst verhindern.

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Zwei Frauen sitzen in einem Restaurant und frühstücken. © dpa Foto: Christian Charisius

Hamburg öffnet Innengastronomie - Strengere Regeln für Ausgehviertel

Restaurants dürfen bis 23 Uhr unter Auflagen ihre Innenbereiche öffnen. Im Schanzenviertel und auf dem Kiez gibt es ein Alkoholverbot an Wochenenden. mehr


12:43 Uhr

Schleswig-Holstein: Heavy-Metal-Festival in Wacken abgesagt

Das Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken ist erneut abgesagt. Die für Ende Juli geplante Veranstaltung könne aufgrund der andauernden Corona-Pandemie nicht wie geplant stattfinden, teilten die Veranstalter heute mit.


12:34 Uhr

Inzidenz in Hamburg ist leicht gestiegen

In Hamburg wurden binnen eines Tages 108 neue Corona-Fälle registriert. Das sind 69 Neuinfektionen mehr als vor einer Woche und 87 mehr als gestern. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gestiegen: von 21,5 am Montag auf 25,2 am Dienstag. Vor einer Woche hatte der Wert 37,3 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner betragen.


12:12 Uhr

Handball: Flensburg und Kiel dürfen Saisonfinale vor Fans spielen

Im Saisonfinale der Handball-Bundesliga dürfen wieder Zuschauer bei den Spielen der Meisterschafts-Anwärter SG Flensburg-Handewitt und THW Kiel dabei sein. Zunächst sind 125 Fans in den Hallen erlaubt. Die SG Flensburg-Handewitt nimmt die Neuerung zum Anlass, Fanclubmitglieder in die Halle einzuladen. Im nächsten Heimspiel (morgen, 19 Uhr) geht es für den Tabellenzweiten gegen den SC Magdeburg, der auf Platz drei liegt. Mit einem Sieg würden die Flensburger am THW Kiel dranbleiben, der einen Punkt besser ist.

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Flensburg-Fans feiern auf der Tribüne.  Foto: Axel Heimken

Flensburg und Kiel freuen sich auf Spiele vor Handball-Fans

125 Anhänger der SG dürfen am Mittwoch im Top-Spiel gegen Magdeburg in die Halle. Auch der THW Kiel ist vorbereitet auf Spiele vor Publikum. mehr


12:01 Uhr

Wie sieht der Alltag nach Corona aus?

Manche Verhaltensweisen dürften die Pandemie überdauern, meinen Soziologen. Auch seelisch hat Social Distancing Spuren hinterlassen.


11:11 Uhr

RKI stuft Risikobewertung für Deutschland herunter

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat Deutschland in seiner Corona-Risikobewertung herabgestuft. Das gaben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Chef Lothar Wieler bekannt. Die Gefahrenlage werde von "sehr hoch" auf "hoch" heruntergestuft, so Spahn. Am 11. Dezember sei sie hochgestuft worden. Angesichts der über Tage niedrigeren Inzidenzen, der sinkenden Infektionszahlen und der Entspannung auf den Intensivstationen in Deutschland sei dieser Schritt möglich. "Die Lage wird besser, sie wird deutlich besser", sagte Spahn, "aber wir sind noch mitten in dieser Pandemie." Der Abstufung soll ein Öffnungsplan folgen. RKI-Chef Lothar Wieler äußerte sich zurückhaltend zu einer sofortigen Aufhebung der Homeoffice-Pflicht. Es seien noch vier Wochen, bis die Geltungsdauer der Corona-Arbeitsschutzverordnung endet. Diese sieht unter anderem vor, dass Arbeitgeber die Möglichkeit zum Homeoffice anbieten müssen, sofern keine betrieblichen Gründe entgegenstehen. Wenn sich die Inzidenzen dann so entwickelten wie erhofft, sei die Aufhebung der Pflicht "eigentlich ein folgerichtiger Schritt", so Wieler.


10:31 Uhr

Erstmals wieder weniger Arbeitslose als im Vorjahresmonat

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai in drei norddeutschen Ländern gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich gesunken. Nur in Hamburg blieb der Rückgang verhaltener. Bundesweit betrug die Arbeitslosenzahl im Mai laut Bundesagentur für Arbeit 2,687 Millionen. Das sind 84.000 weniger als im April und 126.000 weniger als im Mai 2020. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent. Nachdem im April in allen norddeutschen Ländern noch mehr Menschen arbeitslos gemeldet waren als im April 2020, wurden im Mai im Vergleich mit dem Vorjahresmonat weniger Arbeitslose registriert. Allerdings fällt der Rückgang unterschiedlich stark aus.


10:25 Uhr

Digitaler Impfausweis: Hausärzte in SH befürchten Chaos

Der Hausärzteverband Schleswig-Holstein geht davon aus, dass die Einführung des digitalen Impfnachweises für große Probleme in Arztpraxen sorgen wird. Für Geimpfte sei es zeitlich nicht machbar, den digitalen Impfnachweis rechtzeitig zu den Sommerferien zu bekommen, erklärte der Vorsitzende des Hausärzteverbands, Thomas Maurer. "Wenn die jetzt noch einmal alle in die Praxis kommen, bricht unser Praxissystem gnadenlos zusammen." Es ärgere ihn außerdem, "dass man erst Hundertausende Menschen impfen lässt, bevor man auf die Idee kommt den digitalen Impfausweis umzusetzen."
Laut dem Gesundheitsministerium in Kiel hat der Bund noch nicht mitgeteilt, wie genau der digitale Impfausweis nachträglich ausgestellt werden soll. Stand jetzt sollen laut Bundesregierung neben Hausärzten auch Impfzentren und Apotheken bei der Ausstellung beteiligt werden.


10:12 Uhr

Nach den Betrugsvorwürfen: Wer soll die Testzentren kontrollieren?

Weil Betreiber mutmaßlich zu viele Untersuchungen abgerechnet haben, sollen Corona-Testzentren künftig kontrolliert werden. Noch ist unklar, wer diese Aufgabe in Niedersachsen übernimmt. In Schleswig-Holstein seien noch keine Betrugsfälle bekannt, sagt Gesundheitsminister Heiner Garg im Gespräch mit NDR Info. Der Bund will, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen der Länder Betrug bei Schnelltests verhindern. Sie seien bei den Abrechnungen bereits in das System eingebunden und sollen künftig prüfen können, ob die Zahl bestellter Tests mit der Zahl durchgeführter Untersuchungen übereinstimmt. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) wehrt sich dagegen. Sie erwartet dadurch einen erheblichen Mehraufwand. Ihrer Ansicht nach sollten die Kommunen in die Pflicht genommen werden.


09:13 Uhr

MV: Festival "Airbeat One" findet im September statt

Das Elektromusik-Festival "Airbeat One" in Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) wird vom 8. bis 12. September 2021 stattfinden. Das gaben die Veranstalter heute bekannt. Der ursprünglich geplante Termin im Juli wurde verschoben, um "für alle die bestmöglichen Bedingungen zu schaffen", hieß es. Für das Festival werden in diesem Jahr eine Teststrategie und Hygieneauflagen gelten, die mit Fachleuten und Behörden abgestimmt sind. Die konkreten Maßnahmen sollen in einigen Wochen vorgestellt werden.

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Das Bild zeigt die Party-Stimmung auf dem Airbeat One Festival in Neustadt-Glewe im Juli 2018. © N-JOY / Benjamin Hüllenkremer Foto: Benjamin Hüllenkremer

"Airbeat One Festival" auf September verschoben

Durch die zweimonatige Verschiebung und Testungen soll das Festival in vollen Umfang stattfinden können. mehr


07:40 Uhr

Städte- und Gemeindebund: Kontrolle von Testzentren nicht durch Kommunen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) sieht bei den Verbesserungen der Abrechnungskontrolle in den Corona-Teststationen Bund und Länder in der Pflicht. "Die Kontrolle von Abrechnungsvorgängen ist sicher keine Aufgabe der Kommunen beziehungsweise der Gesundheitsämter. Dafür sind wir weder ausgestattet noch personell in der Lage", sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Zeitung "Rheinische Post". Die aufgetretenen Probleme ließen sich nicht durch Zuständigkeitsverlagerungen, sondern nur durch ein besseres System lösen. Der DStGB erwarte von Bund und Ländern "einen wirksamen Kontrollmechanismus, der die Betrugsanfälligkeit bei den Testzentren reduziert."


07:25 Uhr

Inzidenz in Niedersachsen steigt leicht

Binnen eines Tages wurden in Niedersachsen 131 Neuinfektionen bestätigt. Gestern waren es 116 neue Corona-Fälle, vor einer Woche 71. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 24 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Am Vortag lag der Wert bei 23,3, vor einer Woche bei 42,8. Die Aussagekraft der Zahlen ist laut Robert Koch-Institut beeinträchtigt. Fälle, die an Pfingstmontag nicht gemeldet wurden, könnten die Zahlen vom vergangenen Dienstag beeinflusst haben.


06:55 Uhr

Tourimusverband MV kritisiert Testkonzept und Kapazitäten

Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern hat das Testkonzept des Landes kritisiert. Dieses sieht vor, dass Urlauber einen negativen Testnachweis bei der Anreise vorlegen und pauschal alle 72 Stunden einen Test machen müssen. Der Tourismusverband hält diese allgemeine Testpflicht für überflüssig und nach Worten von Geschäftsführer Tobias Woitendorf für nicht durchsetzbar. Denn es gebe nicht genügend Kapazitäten für die Millionen Besucher und Einwohner. Die Akzeptanz des Testens würde bei Gastgebern und Gästen nur steigen, wenn das System vereinfacht würde. So schlägt der Tourismusverband einen negativen Testnachweis bei Anreise vor und Tests in Innenbereichen: in der Gastronomie, Freizeit- oder Kultureinrichtungen. So würden Hotelgäste, Camping-Urlauber, Tagestouristen und Einheimische gleichbehandelt.


06:25 Uhr

Bundesweit 1.785 Neuinfektionen - Inzidenz steigt leicht an

Erstmals seit drei Wochen ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland im Vergleich zum Vortag wieder leicht gestiegen. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von heute früh hervor. Demnach liegt der Wert bei 35,2. Gestern betrug er 35,1, vor einer Woche bei 58,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Zuletzt gestiegen war die Inzidenz von 9. auf den 10. Mai, seitdem war sie kontinuierlich gefallen.
Was der Inzidenz-Anstieg genau bedeutet, ist nur schwer einzuschätzen. Das RKI hatte nach dem Pfingstmontag darauf hingewiesen, dass der Feiertag zunächst zu weniger gemeldeten Erregernachweisen - und damit einer niedrigeren Inzidenz - geführt haben dürfte. Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter dem RKI 1.785 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.911 Ansteckungen gelegen.


06:14 Uhr

Jugendherbergen in SH dürfen wieder öffnen

Die Jugendherbergen in Schleswig-Holstein können wieder ihrem Kerngeschäft nachgehen: der Beherbergung von Schulklassen. Bislang durften sich nur zwei Haushalte ein Zimmer oder einen Tisch im Speiseraum teilen. Klassenfahrten waren so unmöglich. Den Jugendherbergen drohten weiter beträchtliche Einnahme-Verluste, wie das deutsche Jugendherbergswerk (DJH) vor zwei Wochen mitgeteilt hatte. Doch seit gestern gelten in Schleswig-Holstein weitere Corona-Lockerungen. Nun ist eine Belegung von Schülerinnen und Schülern in Vier- bis Sechs-Bett-Zimmern wieder erlaubt. Auch im Speisesaal dürfen nun wieder bis zu zehn Personen an einem Tisch sitzen. Die ersten Schulklassen sind bereits in zwei Jugendherbergen im Norden angekommen.


05:54 Uhr

Hamburger Hotels empfangen wieder Touristen

Sieben Monate nach der Corona-bedingten Schließung der Hotels für private Gäste können Touristen ab heute wieder in Hamburg übernachten. Vorerst dürfen die Hotels jedoch nur 60 Prozent ihrer Kapazität nutzen. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erwartet keinen Gästeansturm. Es fehlten die Gründe für eine Reise nach Hamburg, sagte Dehoga-Vizepräsident Niklaus Kaiser von Rosenburg. "Es gibt kein Musical, keine Events, keinen Hafengeburtstag, nur staatliche Kultur und auch die mit starken Einschränkungen."

Die neue Corona-Verordnung des Senats sieht weitere Lockerungen vor, die aber weitaus vorsichtiger ausfallen als in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. So dürfen sich in Hamburg weiterhin nur fünf Menschen privat treffen, allerdings nun aus fünf verschiedenen Haushalten. In den Nachbarländern sind seit Montag Treffen von zehn Personen erlaubt.

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Eine Frau macht in einem Hotelzimmer das Bett. © picture alliance / dpa

Hamburg: Corona-Lockerungen treten in Kraft

Unter anderem dürfen Hotels und Fitnessstudios öffnen, auch Hafenrundfahrten und Stadtführungen können wieder stattfinden. mehr


05:50 Uhr

Weitere Corona-Lockerungen treten in MV in Kraft

Wegen des drastischen Rückgangs der Corona-Neuinfektionen werden in Mecklenburg-Vorpommern weitere Schutzvorschriften gelockert: Von heute an dürfen sich zehn Menschen aus maximal fünf Haushalten treffen, wobei Kinder bis 14 Jahre, vollständig Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt werden. Auf Schulhöfen wird die Maskenpflicht aufgehoben, an Hochschulen gibt es wieder erste Präsenzveranstaltungen. Museen, Gedenkstätten, Ausstellungen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen, wie auch die Fitnessstudios im ganzen Land. Zum Sport dürfen sich wieder mehr Menschen treffen. Theater und Orchester können wieder vor begrenztem Publikum spielen, Jugendklubs ihre Räume für Besucher öffnen. Die Sperrstunde für die Gastronomie entfällt.

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Eine Hand dreht ein Wendeschild mit der Aufschrift "Geöffnet/Geschlossen" auf "Geöffnet". (Bild: picture alliance/dpa | Jörg Carstensen) © picture alliance/dpa | Jörg Carstensen Foto: Jörg Carstensen

Diese Corona-Lockerungen sind am 1. Juni in MV in Kraft getreten

Beispielsweise sind auf Schulhöfen keine Masken mehr vorgeschrieben, Freibäder und Fitnessstudios dürfen öffnen. mehr


05:42 Uhr

Maske in Fußgängerzonen auf - oder ab?

Im Freien ist die Ansteckungsgefahr viel geringer - zumal bei den geringen Infektionszahlen derzeit. Dennoch halten einige Orte in Schleswig-Holstein an der Maskenpflicht an belebten Plätzen vorerst fest.


05:42 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt auf 17,0

In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz wieder gesunken: auf 17,0 . Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervor. Am Vortag lag der Wert bei 18,1, vor einer Woche bei 29,9. Innerhalb eines Tages kamen 42 neu gemeldete Corona-Infektionen hinzu, eine Woche zuvor waren es 80. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg um zwei auf 1.595.


05:40 Uhr

Corona-Live-Ticker am Dienstag startet

Schönen guten Morgen! Die Redaktion von NDR.de hält Sie auch heute, am Dienstag, 1. Juni, über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Norddeutschland auf dem Laufenden. Im Blog finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen.

FAQ, Podcast und Hintergrund
Der Virologe Prof. Christian Drosten und die Virologin Prof. Sandra Ciesek (Montage) © picture alliance/dpa, Universitätsklinikum Frankfurt Foto: Christophe Gateau,

Coronavirus-Update: Der Podcast mit Drosten & Ciesek

Hier finden Sie alle bisher gesendeten Folgen zum Nachlesen und Nachhören sowie ein wissenschaftliches Glossar und vieles mehr. mehr

Ein Tropfen hängt an einer Nadelspitze. Dahinter das Wort "Impfung". © picture alliance/Friso Gentsch/dpa Foto: Friso Gentsch

Corona-Impfung: Wer kann sich wo und wann impfen lassen?

Der Betrieb in Impfzentren, Praxen und Betrieben im Norden läuft. Die Priorisierung ist aufgehoben. Wie läuft das mit den Anmeldungen? Ein Überblick. mehr

Ein Hinweisschild auf die 3G-Regel ("Geimpft, getestet, genesen") steht vor einem Lokal. © picture alliance/dpa Foto: Oliver Berg

Corona-Regeln: Das gilt derzeit im Norden

Die 2G- und 3G-Regel für Innenräume wird in den Nord-Ländern unterschiedlich umgesetzt. Für die Bewertung der Lage ist jetzt die Hospitalisierungsrate entscheidend. mehr

Corona-Zahlen für Norddeutschland

Wie ist die Lage auf den Intensivstationen im Norden?

Der aktuelle Stand der Belegung in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen. mehr

Eine Zusammenstellung von Bildern: Christian Drosten, eine Flasche Cocid 19 Vaccine, Eine alte Frau bei der ein Corona Test durchgeführt wird. © picture alliance, colourbox Foto: Michael Kappeler

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Ende 2019 bricht in China eine bis dato unbekannte Lungenkrankheit aus. Wenige Wochen später gibt es den ersten Fall im Norden. mehr

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