Aufgestapelte Container stehen auf einem Containerschiff der Reederei Hapag-Lloyd im Hamburger Hafen. © picture alliance / dpa Foto: Bodo Marks

Chip- und Schiffsnotstand - Lehren aus dem Lieferkettenchaos

Sendung: NDR Info Hintergrund | 09.12.2021 | 20:33 Uhr | von Axel Schröder
17 Min | Verfügbar bis 08.12.2022

Wer dieses Jahr zum „Weihnachts-Shoppen“ aufbricht, muss sich auf besondere Hürden einstellen. Im stationären Einzelhandel warten nicht nur die 2G-Einlasskontrolle auf die Kundinnen und Kunden - in Geschäften wie Onlineshops gelegentlich auch leere Regale. Nicht alle gewünschten Geschenke sind momentan sofort lieferbar. Die örtlich verhängten Corona-Lockdowns haben die weltweit vernetzten Produktionsprozesse und Lieferketten an vielen Stellen gestört.


Einiges ruckelt sich gerade wieder zurecht. Die meisten Expert*innen gehen allerdings davon aus, dass sich Lieferverzögerungen und -engpässe bis weit in das kommende Jahr hinziehen werden. Das liegt auch an knappen Containerkapazitäten in der Schifffahrt. Die Frachtraten sind explodiert, Containerladungen kosten teilweise fünfmal mehr als vor der Pandemie. Das schlägt auch auf die Verbraucherpreise durch. Einige Engpässe und Produktionsstopps hat die deutsche Industrie aber selbst zu verantworten. So haben Autobauer wegen der Absatzflaute in der Pandemie Verträge mit Chipproduzenten storniert. Fernöstliche High-Tech-Firmen haben deshalb ihre freien, sehr begehrten Kapazitäten an andere - etwa die boomende Unterhaltungselektronikbranche verkauft. Deutsche Autobauer wie VW gehen deshalb jetzt leer aus.  

Containerschiffe am Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen. © picture alliance Foto: Rupert Oberhäuser

Chip- und Schiffsnotstand - Lehren aus dem Lieferkettenchaos

Nicht alle Weihnachtswünsche lassen sich erfüllen. Corona hat die Lieferketten gestört und Schiffscontainer sind knapp. mehr