Stand: 25.02.2020 14:07 Uhr

CDU-Vorsitz: Günther für Duo Laschet/Spahn

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Armin Laschet (r.) will CDU-Chef werden, Jens Spahn sein Stellvertreter.

Bewegung im Rennen um die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer: Armin Laschet und Jens Spahn wollen als Zweier-Team an die Spitze ihrer Partei treten. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet kündigte am Dienstag seine Kandidatur für den Parteivorsitz an, Bundesgesundheitsminister Spahn soll Vizechef werden. Von der gemeinsamen Kandidatur auf dem Sonderparteitag am 25. April solle ein Zeichen der Geschlossenheit ausgehen, sagte die beiden bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin. Anschließend kündigte auch der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz an. Der frühere Bundesumweltminister Norbert Röttgen hatte seine Kandidatur bereits vergangene Woche erklärt. Am Dienstag kündigte Röttgen auf Twitter an: "Die zweite Person in meinem Team wird eine Frau sein."

Günther unterstützt Laschet und Spahn

Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther (CDU) begrüßte die Kandidatur von Laschet und Spahn. "Das Team ist in diesen Zeiten das richtige Signal und wird von mir ausdrücklich unterstützt", sagte der Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur. "Armin Laschet ist die integrative Persönlichkeit, die wir als Union nun brauchen." Er verbinde wie kein Zweiter die unterschiedlichen Flügel in der Union. Dies habe er im größten Bundesland Nordrhein-Westfalen erfolgreich unter Beweis gestellt. Mit Spahn an der Seite werde die Bandbreite der Union gut abgebildet. "Dass Jens Spahn seine persönlichen Ambitionen in dieser Situation zurückstellt, um den maximalen Erfolg der CDU in den Mittelpunkt zu stellen, ist ein großartiges Zeichen", sagte Günther.

Althusmann: Alle Kandidaten sind "kluge Köpfe"

Der niedersächsische CDU-Landesvorsitzende Bernd Althusmann sagte: "Die CDU ist aus dem Stand heraus in der Lage, herausragende Persönlichkeiten für die Nachfolge im Amt des CDU-Bundesvorsitz zu präsentieren. Das kann so bekanntlich nicht jede Partei in Deutschland sicherstellen. Wir haben jetzt schnell wieder Klarheit, das ist für die Stabilität der Union wichtig." Alle, die bisher ihre Kandidatur erklärt haben, seien kluge Köpfe und "unzweifelhaft in der Lage, Führungspositionen innerhalb der CDU Deutschlands zu übernehmen und haben dies auch schon bewiesen", so Althusmann. Die CDU sollte weiterhin den Anspruch eines Stabilitätsankers für die Demokratie in schwierigem Umfeld erfüllen wollen. Unmittelbar nach der Wahl komme es dann auf Ge- und Entschlossenheit an. Alle müssten das Ergebnis des Parteitags uneingeschränkt mittragen.

Breher: "Wieder schnell um die Inhalte kümmern"

Die stellvertretende Bundesvorsitzende Silvia Breher sprach sich bei der Suche nach einer neuen Parteiführung für eine Team-Lösung aus. Auf NDR Info sagte die niedersächsische Bundestagsabgeordnete am Dienstagmorgen, man müsse sich wieder schnell um die Inhalte kümmern. Breher erklärte mit Blick auf den künftigen Kurs, "die CDU ist und bleibt die Partei der Mitte". Sie sollte die alltäglichen Probleme der Menschen lösen. Rechts-Links-Diskussionen bezeichnete die CDU-Politikerin als Scheindebatte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 25.02.2020 | 14:00 Uhr

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