Zwei britische Staatsbürger (links und rechts) und ein Marokkaner sitzen hinter Gittern in einem Gerichtssaal in Donezk, in dem von der Regierung der Volksrepublik Donezk kontrollierten Gebiet im Osten der Ukraine. © Uncredited/AP/dpa

Brite stirbt in russischer Gefangenschaft

Sendung: Krieg in Europa – das Update zur Lage in der Ukraine | 15.07.2022 | 17:14 Uhr | von Benjamin Kirsch
6 Min | Verfügbar bis 15.07.2023

Der in der Ukraine von russischen oder prorussischen Einheiten im April gefangen genommene Brite Paul Urey ist tot.
Urey, der nach Angaben seiner Familie als humanitärer Helfer in der Ukraine unterwegs war, sei am 10. Juli in der Haft gestorben, teilte eine Vertreterin der prorussischen Separatisten bei Telegram mit. Er sei kein humanitärer Helfer, sondern ein Söldner gewesen und habe sich an Kampfhandlungen in der Ukraine beteiligt.
Nach Angaben seiner Mutter war Urey für einen Hilfseinsatz in der Ukraine unterwegs. Sie sagte auch, dass er Diabetiker ist und Insulin-Gaben benötigt. Laut den Separatisten habe Urey in der Haft eine "angemessene medizinische Versorgung" erhalten. Dennoch sei er angesichts "seiner Diagnose und des Stresses" gestorben.