Eine Person steckt einen roten Umschlag in eine Wahlurne aus Pappe © photocase.de Foto: PolaRocket

#35 Wahlsysteme im Check

Sendung: Amerika, wir müssen reden! | 20.09.2021 | 19:30 Uhr | von Ingo Zamperoni und Jiffer Bourguignon
35 Min | Verfügbar bis 20.09.2022

Es ist Wahlsaison in Deutschland und Jiffer und Ingo nehmen dies zum Anlass, über die Unterschiede im deutschen und amerikanischen Wahlsystem zu diskutieren. Im Gegensatz zu Deutschland wird in den USA der Präsident direkt gewählt, weshalb der Wahlkampf stark auf die Personen ausgerichtet ist. Die Kandidaten und Kandidatinnen reisen durch das Land und werden teilweise wie Rockstars gefeiert.

Oftmals stehen große Schilder mit den Namen der Wunsch-Kandidat*innen in den amerikanischen Vorgärten, während in Deutschland doch großen Wert auf das Wahlgeheimnis gelegt wird.

Für Amerikaner ist der Wahlkampf und die Wahl auch eine Chance auf einen Neubeginn, „change is good“, und die Kandidat*innen mit dem größten Enthusiasmus haben beste Chancen – so, wie man es bei Obama mit seinem „Yes we can!“ oder bei Trump mit dem „Make America great again!“-Slogan erleben konnte.

In Deutschland blieben Kohl und Merkel jeweils für 16 Jahre an der Macht und standen eher für Stabilität und Kontinuität als für einen Neuanfang.

Kein Wunder also, dass der deutsche Wahlkampf in Amerika größtenteils als langweilig empfunden wird – eine Meinung, die Jiffer allerdings, was die aktuelle Bundestagswahl betrifft, nicht teilt.

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