Stand: 06.02.2020 06:00 Uhr  - NDR 90,3

Umfrage: Hamburger würden für Klimaschutz zahlen

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Klimaschutz ist nicht nur auf den "Fridays-for-Future"-Demos allgegenwärtig, auch bei der Bürgerschaftswahl steht das Thema weit oben.

Drei Viertel der Hamburgerinnen und Hamburger würden für einen besseren Umwelt- und Klimaschutz höhere Preise akzeptieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des NDR. Unter den Anhängerinnen und Anhängern der Grünen ist die Bereitschaft am größten, für Wohnen, Essen, Kleidung oder Mobilität tiefer in die Tasche zu greifen. 41 Prozent der Grünen-Anhänger sind dazu bereit.

In den Reihen von Linken und FDP wäre jeweils jeder Dritte bereit, mehr für Klimaschutz auszugeben. Bei den Anhängerinnen und Anhängern der SPD ist es nur jeder Vierte. Die geringste Bereitschaft für höhere Preise zugunsten des Klimaschutzes findet sich laut der Umfrage in den Reihen der AfD mit 6 Prozent und der CDU mit 10 Prozent.

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Klimaschutz für viele wahlentscheidend

Bei der Bürgerschaftswahl vor fünf Jahren war die Umweltschutzpolitik nur ein Thema von vielen. Heute prägen Umwelt- und Klimaschutz den gesellschaftlichen Diskurs und sie gehören daher auch zu den Top-Themen bei der Bürgerschaftswahl am 23. Februar in Hamburg. Das schlägt sich auch in den Wahlprogrammen der Parteien nieder.

Für ein Drittel der Hamburgerinnen und Hamburger ist das Thema Klimaschutz sehr wichtig für die Wahlentscheidung. Wenig überraschend gibt es hier die mit 70 Prozent deutlichste Zustimmung im Lager der Grünen. Am geringsten ist die Zustimmung bei FDP, AfD und CDU. Bei SPD und Linken ist Klimaschutz für jeweils rund ein Drittel der Befragten sehr wichtig für die persönliche Wahlentscheidung.

Umweltschutz für alle Generationen wichtig

Und das Thema Klimaschutz wird nicht nur von Jüngeren favorisiert, sondern genauso stark von den Wählerinnen und Wählern über 65 Jahren. Insgesamt ist die Bereitschaft für höhere Preise zugunsten des Klimaschutzes auch zwischen Männern und Frauen nahezu gleich verteilt.

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Repräsentative Befragung zur Bürgerschaftswahl

Für die repräsentative Umfrage befragte Infratest dimap im Zeitraum vom 30. Januar bis zum 4. Februar 2020 insgesamt 1.000 Wahlberechtigte ab 16 Jahren in Hamburg. Am 23. Februar sind die Hamburgerinnen und Hamburger aufgerufen, eine neue Bürgerschaft zu wählen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.02.2020 | 06:00 Uhr

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