Stand: 23.01.2020 21:41 Uhr

Riexinger: Bürgerschaftswahl hat große Bedeutung für Linke

Bernd Riexinger, Bundesvorsitzender der Partei Die Linke, spricht bei einer Auftaktveranstaltung zur Hamburger Bürgerschaftswahl 2020 zu Parteimitgliedern. © picture alliance/Daniel Bockwoldt Foto: Daniel Bockwoldt
Die Linke will sich nicht mit acht Prozent zufrieden geben: Der Bundesvorsitzende Bernd Riexinger trat in Hamburg auf.

Der Bundesvorsitzende der Partei die Linke, Bernd Riexinger, hat die Bedeutung der Hamburger Bürgerschaftswahl für seine Partei unterstrichen. "Wir sollten in Hamburg beweisen, dass die Großstädte nicht den Grünen, der SPD oder anderen gehören, sondern dass es eine linke Aufwärtsbewegung gibt", sagte Riexinger am Donnerstag zum offiziellen Start in die heiße Wahlkampfphase in Hamburg. "Deshalb lasst uns wirklich rausgehen und einen erfolgreichen Wahlkampf führen - das nützt auch der Bundespartei Die Linke." Er stellte klar: "Wir sollten uns nicht mit acht Prozent zufrieden geben." Laut der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für den NDR würde die Linke in der Hansestadt bei der Sonntagsfrage auf acht Prozent kommen.

Riexinger: Wer Mietendeckel will, muss Linke wählen

Riexinger machte noch einmal klar, wofür seine Partei zum Beispiel in der Wohnungspolitik steht: "Natürlich müssen wir die großen Immobilien-Konzerne enteignen. Und wo es um Grund- und Menschenrechte geht, hat Profit, Markt und Wettbewerb nichts verloren." Für ihn ist klar: Wer auch in Hamburg - so wie in Berlin - einen Mietendeckel wolle, dürfe SPD und Grüne nicht wählen.

Bei der Veranstaltung in Barmbek unterstützten Riexinger und die Chefin der Bundestagsfraktion der Linken, Amira Mohamed Ali, die Hamburger Spitzenkandidatin Cansu Özdemir. "Die Linke ist die einzige Wahl, wenn man soziale Spaltung überwinden will", sagte Mohamed Ali.

Özdemir: Links ist nur die Linke

Links, das ist in Hamburg nur die Linke: Das ist die Kernbotschaft von Spitzenkandidatin Özdemir. Für sie ist es eine Steilvorlage, dass die Hamburger SPD keine Wahlkampfhilfe aus Berlin wolle: "Das ist eine SPD, die mit ihren Bundesvorsitzenden diesen Wahlkampf hier nicht machen möchte, weil die ihnen zu links sind."

Die Linke sieht sich auch nach der Bürgerschaftswahl am 23. Februar in der Rolle einer Oppositionspartei. Bei der Bürgerschaftswahl 2015 hatte die Linke 8,5 Prozent der Stimmen erreicht. Sie sind derzeit mit zehn Abgeordneten in der Hamburgischen Bürgerschaft vertreten. Seit 2015 regiert in der Hansestadt eine rot-grüne Koalition.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.01.2020 | 06:00 Uhr