Stand: 05.12.2019 18:40 Uhr

Bürgerschaftswahl: Weinberg will über 20 Prozent

Im Bürgerschaftswahlkampf würde die CDU von einem Ende der Großen Koalition in Berlin profitieren - das meint CDU-Spitzenkandidat Marcus Weinberg. Mit einer gewissen Befreiung könnte die CDU dann wieder bürgerlich traditionelle Politik machen, sagte Weinberg bei der Vorstellung der CDU Wahlkampfstrategie in Hamburg. Auch durch die Streitigkeiten im rot-grünen Regierungslager sieht er bessere Chancen für die Christdemokraten. Bei der Bürgerschaftswahl im Februar in Hamburg will Weinberg mindestens 20 Prozent der Stimmen erreichen.

Weinberg sieht Probleme für die SPD

Für die CDU sei es ein Vorteil, dass sich Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans als SPD-Vorsitzende durchgesetzt haben, sagte Weinberg. Dagegen seien die GroKo-Kritiker an der SPD-Parteispitze für den Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher von der SPD eine Belastung. Das verbessere die Chancen der CDU.

Weinberg lehnt Annäherung an SPD und Grüne ab

Marcus Weinberg zum Sommerinterview bei NDR 90,3. © NDR Foto: Alexander Dietze
Marcus Weinberg ist der Spitzenkandidat der Hamburger CDU für die Bürgerschaftswahl im Februar.

Eine Annäherung an die SPD oder die Grünen lehnt Weinberg ab: "Wir wollen nicht ein Labor in Hamburg haben. Wir wollen aber auch nicht die Stagnation der SPD. Sondern wir wollen die Dynamischen sein."

Seitenhieb auf die Grünen

Dass die Grünen die Stadt mit einer Ersten Bürgermeisterin regieren könnten, sieht Weinberg kritisch. Nach den Streitigkeiten auf Bezirksebene liege es an den Grünen zu beweisen, dass sie die Professionalität haben, um eine Stadt lenken zu können, so Weinberg. In Mitte sind nach parteiinternen Querelen ehemalige Grüne zur SPD übergelaufen. In Eimsbüttel wurde keine Grüne Bezirksamtsleitung gewählt, trotz grün-schwarzer Mehrheit.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.12.2019 | 18:00 Uhr