Stand: 08.01.2020 18:00 Uhr

AfD will auf Inhalte statt auf Personen setzen

Die Hamburger AfD will mit den Themen Verkehr, Meinungsfreiheit, Bildung und Innenpolitik in den Bürgerschaftswahlkampf ziehen. Einen personalisierten Wahlkampf mit Bildern des Spitzenkandidaten werde es nicht geben, erklärte AfD-Spitzenkandidat und Landesparteichef Dirk Nockemann am Mittwoch.

"Hamburg ist eben keine Fahrradstadt"

AfD-Landesparteichef Dirk Nockemann stellt Wahlplakate für die Bürgerschaftswahl vor. © NDR Foto: Anette van Koeverden
AfD-Spitzenkandidat Dirk Nockemann zeigt Slogans. "Unsere Plakate stehen immer nur zwei bis drei Tage, bevor sie zerstört werden."

Das Wahlkampfmotto der AfD laute "hanseatisch, mutig, unbequem". Hauptthema sei die Verkehrspolitik. "Autofahrer sind keine bösen Menschen, weil sie ein Auto fahren, sondern sie haben auch ein Recht, sich in der Stadt zu bewegen", so Nockemann. Die AfD wolle den öffentlichen Personennahverkehr fördern. "Aber Hamburg ist eben keine Fahrradstadt wie Münster."

Social Media statt vieler Plakate

In der Kampagne gehe es ausschließlich um Themen, nicht um Köpfe, da man sich als Team verstehe. Die Wählerinnen und Wähler sollen aber hauptsächlich über die sozialen Medien erreicht werden mit Videobotschaften und Filmen bei Instagram und Facebook. "Unsere Plakate stehen immer nur zwei bis drei Tage, bevor sie zerstört werden", sagte der Parteichef. Insgesamt habe die Kampagne weniger als 300.000 Euro gekostet und sei zu 95 Prozent in Eigenregie gemacht.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.01.2020 | 18:00 Uhr

Eine Hand hält einen roten Umschlag mit Hamburg-Wappen in einen Wahl-Urnenschlitz (Fotomontage) © Fotolia Foto: kebox

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