Gummistiefel und Jacken an einer Kindergarten Garderobe. © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius

Wieder erweiterter Notbetrieb an Hamburgs Kitas

Stand: 31.03.2021 17:38 Uhr

Hamburgs Kitas gehen wegen der stark steigenden Corona-Zahlen in der Stadt wieder zurück in den erweiterten Notbetrieb, das hat der Senat am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Nach Ostern gilt diese Regel.

Für Hamburgs Eltern oder Erziehungsberechtigte bedeutet das: Die Kitas sind grundsätzlich wieder geschlossen. Die Eltern sind daher dringend aufgerufen, alternative Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder zu organisieren. Nur wenn dies nicht möglich ist, sollen Kinder die Kitas besuchen.

Gedacht ist die erweiterte Notbetreuung für Kinder, deren Eltern:

  • Tätigkeiten ausüben, die "für die Daseinsvorsorge bedeutsam oder für die Aufrechterhaltung der wichtigen Infrastrukturen oder der Sicherheit notwendig sind"
  • aus dringenden familiären Gründen oder wegen individueller Notlagen auf eine Betreuung angewiesen sind
  • alleinerziehend sind.

Nachweise über die Notwendigkeit der Betreuung müssen nicht vorgelegt werden. Eltern müssen Ihren Bedarf gegenüber der jeweiligen Einrichtung aber nachvollziehbar darlegen. Kinder mit einem dringenden sozialpädagogischen Betreuungsbedarf werden weiter betreut, gemäß des im Kita-Gutschein bewilligten Stundenumfangs.

Tragen einer Maske beim Holen und Bringen

Erzieherinnen und Erzieher im Elementarbereich, das betrifft die Betreuung von Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren, sind laut Sozialbehörde dazu verpflichtet, eine medizinische Maske zu tragen, wenn die Inzidenz in Hamburg an drei Tagen über 150 liegt. Eltern müssen in allen Hamburger Kitas beim Holen und Bringen der Kinder eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Nur wenige Wochen eingeschränkter Regelbetrieb

Im eingeschränkten Regelbetrieb, der seit dem 15. März gilt, konnten alle Kinder mindestens 20 Stunden in den Kitas betreut werden. Den vollen Umfang an Stunden konnten allerdings nur Alleinerziehende, Eltern in sogenannten systemrelevanten Berufen sowie Familien in Not in Anspruch nehmen.

Kinderärzte sollen in Kitas gehen

Sozialsenatorin Melanie Leonhard kündigte am Mittwoch auch an, dass Anfang April an 16 Hamburger Kitas ein Modellprojekt gestartet werden soll. Dabei werden Kinderärztinnen und -Ärzte Corona-Tests machen, um die Sicherheit in den Kitas zu erhöhen.

Die Schulen in Hamburg bleiben grundsätzlich geöffnet. Dort wird für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrerinnen und Lehrer eine Testpflicht eingeführt. Bisher waren die Schnelltests freiwillig.

Hoher Anstieg an Corona-Neuinfektionen

Grund für die wieder verschärften Regeln sind die stetig steigenden Fälle von Corona-Neuinfektionen in Hamburg. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, stieg am Mittwoch 163,7. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen erhöhte sich um 590 Fälle, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Das war der größte Zuwachs an einem Tag seit dem 5. Januar.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 31.03.2021 | 16:00 Uhr

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