Pedram Emami, Präsident der Ärztekammer Hamburg, spricht auf einer Landespressekonferenz.

Was die Ärztekammer von den neuen Corona-Regeln hält

Stand: 30.10.2020 06:00 Uhr

Eine stärkere Beteiligung des Bundestages und mehr wissenschaftliche Beratung: Das fordert Hamburgs Ärztekammerpräsident Pedram Emami von der Politik für die Corona-Regeln.

Die Corona-Zahlen steigen und steigen - deshalb habe schnell reagiert werden müssen, sagte Emami NDR 90,3. Trotzdem hätte sich die Politik noch einen Tag mehr Zeit nehmen können, um den Bundestag an den Beratungen zu beteiligen. Am Mittwoch hatten Bund und Länder Verschärfungen der Corona-Einschränkungen, die von Montag an gelten sollen, beschlossen.

Emami fordert festen Beraterkreis

Er verstehe nicht, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs zwar von einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beraten lassen, aber dass es keinen ständigen Beraterkreis gebe, der gemeinsam die Lage bewerte und Vorschläge erarbeite, wie die Pandemie am Besten zu bekämpfen sei.

Wie geht es nach Teil-Lockdown weiter?

Emami vermisst aber auch eine grundsätzliche Strategie hinter den neuen Regeln. Es sei völlig unklar, wie es nach dem teilweisen Lockdown weitergehe - also ob die Kinos, Theater, Restaurants und Kneipen wieder wie bisher öffnen können. Wenn diese Fragen offen debattiert und geklärt würden, steige die Akzeptanz für die neuen Regeln, sagte der Ärztekammerpräsident.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.10.2020 | 06:00 Uhr

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