Sieben-Tage-Wert für Hamburg auf neuem Höchststand

Stand: 23.12.2020 10:40 Uhr

Nach Angaben der Hamburger Sozialbehörde sind am Dienstag 582 neue Corona-Fälle registriert worden. Weiterhin werden mehr als 100 Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen behandelt.

In Hamburg sind am Dienstag 582 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen stieg nach Angaben der Gesundheitsbehörde von 158,8 auf 174,7. So hoch war der Sieben-Tage-Wert für Hamburg noch nie.

Seit Beginn der Pandemie wurden nach Angaben der Sozialbehörde insgesamt 33.312 Menschen in Hamburg positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts können davon inzwischen etwa 24.500 als genesen angesehen werden.

Mehr als 100 Corona-Patienten auf Intensivstationen

525 Corona-Patientinnen und Corona-Patienten liegen derzeit in Hamburgs Krankenhäusern. Davon derzeit 103 auf Intensivstationen. Das waren 40 mehr beziehungsweise einer weniger als am Freitag vergangener Woche. Der Hamburger Senat spricht von einer angespannten Lage in Hamburgs Krankenhäusern. So hat es die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen am Dienstag formuliert.

Die Lage auf den Hamburger Intensivstationen hat sich indes leicht entspannt: Am Mittwoch meldeten die Krankenhäuser 90 freie Intensivbetten - am vergangenen Donnerstag waren es nur 60.

Weitere Informationen
Eine Krankenschwesten schiebt ein leeres Bett auf einem Krankenhausflur. © Colourbox Foto: Syda Productions

Corona: 14 Prozent der Hamburger Intensivbetten noch frei

Mehr als 100 Betten sind in den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten belegt. mehr

Die meisten Verstorbenen hatten Vorerkrankungen

Das Hamburger Institut für Rechtsmedizin hat bislang bei 452 Toten eine Covid-19-Erkrankung eindeutig als Todesursache festgestellt. Das ist der Stand vom vergangenen Freitag. "Die verstorbenen Personen sind im Median 82 Jahre alt", sagte der Leiter des Instituts, Benjamin Ondruschka. Die meisten Sterbefälle gebe es in der Altersgruppe der 80- bis 90-Jährigen. Unter den Toten seien deutlich mehr Männer als Frauen.

In der zweiten Welle hätten sich vor allem auch zahlreiche Menschen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren mit dem Coronavirus angesteckt. Im Alter unter 50 seien aber seit Beginn der Pandemie in Hamburg bisher nur vier Männer und drei Frauen gestorben. Die allermeisten Verstorbenen hatten laut Ondruschka Vorerkrankungen. Zum charakteristischen Risikoprofil gehören nach Angaben des Rechtsmediziners Herz- und Gefäßerkrankungen, Diabetes und Übergewicht.

Telefon-Hotline für Fragen zum Coronavirus

Allgemeine Fragen zum Coronavirus werden unter der Telefon-Hotline 040 / 428 284 000 beantwortet. Bei auftretenden grippeähnlichen Symptomen in Verbindung mit Kontakt zu erkrankten Personen sollte die Hausärztin oder der Hausarzt oder der Arztruf 116117 telefonisch kontaktiert werden.

Weitere Informationen
Viren schweben durch einen Tunnel aus Zahlen. © Fotolia, panthermedia Foto: Mike Kiev, lamianuovasupermail

Warum gibt es widersprüchliche Corona-Zahlen?

Oft stimmen die veröffentlichten Infektionszahlen auf der RKI-Seite und bei NDR.de nicht überein. Wir erklären, warum. mehr

Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

Coronavirus in Hamburg: Nachrichten und Hintergründe

Wie geht es Hamburg mit der Corona-Pandemie? Hier finden Sie die aktuellen Zahlen, Nachrichten, Videos und Hintergründe. mehr

Passanten laufen durch eine Innenstadt. © dpa-Bildfunk Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Corona-News-Ticker: Jetzt alle MV-Kreise mit Inzidenz unter 100

Am höchsten ist der Wert mit 82,9 an der Mecklenburgischen Seenplatte. Hamburg steht so gut da wie seit Oktober nicht. Mehr News im Live-Ticker. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.12.2020 | 13:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

.

Abgehängt in der Pandemie: Hamburger Therapiezentrum für Kinder schlägt Alarm

Auch für Kinder sind während der Corona-Pandemie zahlreiche Therapien ausgefallen. mehr