Personen gehen entlang des Hamburg Cruise Center in Altona. © picture alliance / dpa Foto: Lukas Schulze

"Mein Club im Exil": Party-Vorschlag wird geprüft

Stand: 08.10.2020 11:44 Uhr

Corona-konform feiern mit 100 Menschen. Das will die Initiative "Mein Club im Exil" am Cruise Terminal in Altona organisieren. Der Bezirk und auch die Wirtschaftsbehörde sind gesprächsbereit.

Es sind viele Hürden, die von den Initiatorinnen und Initiatoren genommen werden müssen. Der Bezirk Altona hat zum Beispiel ein Lärmschutzgutachten eingefordert. Und natürlich soll das Hygienekonzept genau geprüft werden. Bezirkschefin Stefanie von Berg (Grüne) teilt aber mit: Die Idee von Freiluftbars am Cruise Terminal hat charmante Züge.

Größte Hürde: Tanzverbot

Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) hat NDR 90,3 angekündigt, sich das Konzept genau anzuschauen. Er sieht ein weiteres Problem: Bis Jahresende sollen in Altona noch elf Kreuzfahrtschiffe anlegen und per Landstrom versorgt werden. Die größte Hürde ist laut der Initiative das bestehende Tanzverbot - das müsse für Veranstaltungen unter freiem Himmel gelockert werden, fordern sie.

Acht Flächen für die Hamburger Clubs

Direkt am Wasser will "Mein Club im Exil" Platz schaffen für Hamburgs Club- und Kneipenszene. Acht voneinander getrennte Flächen sollen dort aufgebaut werden. Jede soll einen separaten Zugang und eigene Toiletten bekommen. Maximal 100 Menschen dürfen sich pro Fläche begegnen. Rein kommt nur, wer sich namentlich registriert.

Eine Chance für Weihnachtsfeiern?

Welche Betriebe die Flächen nutzen ist noch offen - bis zu 40 Bars und Clubs könnten so pro Woche am Cruise Terminal Umsatz machen. Der Altonaer Gastronom Stephan Fehrenbach sieht so gar Chancen für Corona-konforme Firmen-Weihnachtsfeiern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.10.2020 | 12:00 Uhr

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