Mehr als 5,5 Milliarden Euro Corona-Hilfen in Hamburg

Stand: 26.01.2021 16:19 Uhr

Seit dem Beginn der Pandemie hat Hamburg mehr als 5,5 Milliarden Euro an Corona-Hilfen geleistet. Laut Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) gibt es aktuell aber noch rund 1,5 Milliarden, die für Unternehmen und Kultureinrichtungen bereit stehen.

Nach zehn Monaten des Hamburger Schutzschirms liege das Volumen bei 5,532 Milliarden Euro, sagte Dressel am Dienstag bei der Landespressekonferenz. "Das ist schon sehr, sehr beachtlich." Für weitere Hilfen stünden 1,5 Milliarden Euro an Landesmitteln zur Verfügung. Die Luft gehe dem Senat noch nicht aus, meinte Dressel selbstbewusst.

50 Millionen zusätzlich für kleine Unternehmen

Hamburgs Witschaftssenator, Michael Westhagemann (Parteilos) bei einer LPK. © NDR Foto: Screenshot
Wirtschaftssenator Westhagemann: Corona Recovery Fonds wird aufgestockt.

Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) sagte, der Senat habe zudem den Corona Recovery Fonds für kleine Unternehmen aufgestockt und die Anmeldefrist verlängert. "Wir haben das verfügbare Fördervolumen von 50 Millionen Euro auf 100 Millionen aufgestockt (...) und wir haben die Laufzeit jetzt auf den 30.6.21 verlängert", sagte Westhagemann. Damit sollen innovative Start-ups und wachstumsorientierte mittelständische Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeitenden unkompliziert Geld bekommen, das allerdings später zurück gezahlt werden muss. Bislang hätten 96 Antragsteller ein Fördervolumen von 35 Millionen Euro bewilligt bekommen, sagte Westhagemann. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) nannte den Fonds eine wichtige Hilfe für Start-ups im Medien- und Digitalbereich.

Zuschuss für Investitionen in Digitalisierung

In einigen Wochen können sich Unternehmen zusätzlich um einen Zuschuss bewerben, wenn sie in die eigene Digitalisierung investieren wollen. Bis zu 30 Millionen Euro stellt die Stadt dafür zur Verfügung.

Laut Dressel gibt es bereits eine Reihe von Interessenten, die die Stadt als stillen Anteilseigner ins Unternehmen holen wollen. Dafür hat Hamburg rund 900 Millionen Euro reserviert. Namen von Unternehmen wollte Dressel aber nicht nennen. Bei den sogenannten November- und Dezemberhilfen räumt der Finanzsenator Probleme ein, machte dafür aber den Bund verantwortlich.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.01.2021 | 16:00 Uhr

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