Stand: 10.09.2020 07:20 Uhr

Maskenverweigerern drohen 80 Euro Bußgeld in Hamburg

Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache stellen bei einer Fahrgastgruppe am U-Bahnhof Landungsbrücken Verstöße gegen der Maskenpflicht fest und stellen Strafen aus. © picture alliance / dpa Foto: Bodo Marks
Neben Fahrscheinen werden in Bussen und Bahnen in Hamburg auch Masken kontrolliert.

Für Maskenverweigerer wird es in Hamburg ab sofort teurer. Wer von heute an im öffentlichen Raum ohne Mund-Nase-Bedeckung erwischt wird, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 80 Euro rechnen. Dies gilt sowohl für Masken-Totalverweigerer als auch für Menschen, die den Schutz nicht ordnungsgemäß angelegt haben. Bislang drohte allein in Bussen und Bahnen des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) eine Vertragsstrafe von 40 Euro. Nun soll ein Verstoß gegen die Maskenpflicht überall im öffentlichen Raum geahndet werden - also beispielsweise auch beim Einkaufen.

Bußgeld im HVV nicht zwingend?

Allerdings sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) im Gespräch mit NDR 90,3, dass in Bussen und Bahnen nur in Ausnahmefällen 80 Euro fällig werden. Das sei kein Zwang für den HVV. Tjarks: "Er wird auf jeden Fall die Vertragstrafe von 40 Euro verhängen. Er kann aber auch - wenn Sie sich nach Aufforderung, die Maske zu tragen, weiterhin weigern - ein Bußgeld verhängen." In Bus und Bahn sind die 80 Euro Bußgeld demnach also nicht zwingend.

Die 40 Euro kassiert der HVV, das Bußgeld muss zusätzlich die Behörde eintreiben. Doch die Bahnpolizei kommt nur auf den Bahnsteig, wenn Maskenverweigerer renitent werden. Das sei die absolute Ausnahme, sagte Hochbahnchef Henrik Falk: "Ich sehe kaum noch Leute in den Fahrzeugen, die keine Maske tragen oder sie falsch tragen."

Vereinbarung von Bund und Ländern

Hamburg setzt mit der Verhängung des Bußgelds eine Vereinbarung der Länderregierungschefs mit der Bundesregierung um, in der deutschlandweit ein Bußgeld in Höhe von mindestens 50 Euro für Verstöße gegen die Maskenpflicht empfohlen wurde. Erst Ende August war in der Hansestadt eine Vertragsstrafe für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen in Höhe von 40 Euro eingeführt worden. Grund war die Feststellung, dass sich nach den Sommerferien immer weniger Fahrgäste an die Maskenpflicht gehalten haben, wie der HVV mitteilte. Nach Einführung der Vertragsstrafe hielten sich laut HVV wieder mehr Menschen an die Tragepflicht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.09.2020 | 07:00 Uhr

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