Stellv. Sprecherin des Senats Julia Offen. © NDR Foto: Screenshot

Hohe Corona-Zahlen: Hamburg bereitet "Notbremse" vor

Stand: 16.03.2021 16:52 Uhr

Angesichts der hohen Corona-Zahlen in der Stadt hält es der Hamburger Senat für "sehr realistisch", dass der Inzidenzwert demnächst den kritischen Wert von 100 übersteigt - und plant für diesen Fall Konsequenzen.

Stellv. Sprecherin des Senats Julia Offen. © NDR Foto: Screenshot
Senatssprecherin Offen: Bei zu hoher Inzidenz werden Lockerungen zurückgenommen.

Bei der Landespressekonferenz am Dienstag kündigte Senatssprecherin Julia Offen an, dass Hamburg die "Notbremse" ziehen werde, sollte in der Hansestadt der 100er-Wert an drei Tagen in Folge erreicht oder überschritten werde. Für die Corona-Maßnahmen würde das bedeuten, dass dann wieder nur noch eine Person pro Haushalt zu Besuch kommen könnte - wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt werden sollen.

Im Einzelhandel würde Hamburg dann wieder von Click & Meet auf Click & Collect umstellen - Waren müssten also online wieder vorbestellt werden, um sie dann abholen zu können. Auch die Lockerungen für den Sport im Freien sowie für Besuche in Museen, Galerien, Ausstellungshäusern, Zoologischen und Botanischen Gärten müssten rückgängig gemacht werden. Der Senat werde sich rechtzeitig vorher dazu äußern.

Schulen und Kitas sollen offen bleiben

Offen kündigte an: Die Öffnungsschritte an Schulen und Kitas werden auch bei einer Überschreitung des 100er-Werts erstmal nicht zurückgedreht, "denn diese sind abgesichert durch eine eigene Teststrategie." Es sei aber zu früh zu sagen, ob die Kitas und Schulen tatsächlich bis zum Sommer offen bleiben können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.03.2021 | 14:00 Uhr

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