Stand: 07.07.2020 08:00 Uhr

Hanse-Merkur: 1,1 Millionen Euro für Corona-Patienten

Der Vorstandsvorsitzender der Versicherung HanseMerkur Eberhard Sautter. © HanseMerkur
Vorstandschef Eberhard Sautter hält trotz Corona-Krise an den mittelfristigen Geschäftszielen der HanseMerkur fest. (Archivbild)

Der Hamburger Versicherungskonzern HanseMerkur bekommt die Auswirkungen der Corona-Krise deutlich zu spüren. Bislang mussten 1,1 Millionen Euro für die Behandlung von mehr als 730 Corona-Infizierten unter den Versicherten ausgegeben werden. Das geht aus der Bilanz hervor, die das Unternehmen am Dienstagvormittag im Rahmen einer Online-Pressekonferenz vorstellt.

Geschäft mit Reiseversicherungen bricht ein

Sehr viel deutlichere Spuren hinterlässt allerdings der durch die Corona-Pandemie ausgelöste Rückgang des Tourismus bei der HanseMerkur. Denn der Konzern ist nicht nur ein großer privater Krankenversicherer. Er macht auch etwa ein Zehntel seines Geschäfts mit Reiseversicherungen. In diesem Bereich brach das Geschäft in den ersten fünf Monaten dieses Jahres ein. Auf das ganze Jahr 2020 gesehen, erwartet Vorstandschef Eberhard Sautter hier einen Rückgang um bis zu 60 Millionen Euro.

Hanse-Merkur hält an mittelfristigen Zielen fest

Gleichwohl hält die HanseMerkur im Kern an ihren mittelfristigen Geschäftszielen fest. Bis 2025 will Vorstandschef Sautter jährliche Beitragseinnahmen von drei Milliarden Euro und einen stabilen Jahresüberschuss von mehr als 100 Millionen erreichen. Im vergangenen Jahr kam er dem schon nahe, denn die HanseMerkur wuchs fast überall deutlich über dem Branchendurchschnitt. Das gesamte Beitragsaufkommen legte auf knapp 2,3 Milliarden Euro zu. Der Konzern-Jahresüberschuss wuchs um fast ein Drittel auf erstmals etwas mehr 100 Millionen Euro.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.07.2020 | 10:00 Uhr

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