Dirk Heinrich, ärztlicher Leiter des Impfzentrums Hamburg, steht mit Mund-Nasen-Schutz im Impfzentrum in den Messehallen. © picture alliance/dpa | Christian Charisius Foto: Christian Charisius

Impfzentrum: Rekord und noch Termine über Ostern frei

Stand: 04.04.2021 12:09 Uhr

Im Hamburger Impfzentrum geht es über Ostern voran mit den Corona-Impfungen. 6.006 Injektionen wurden Karfreitag verabreicht - Unklarheiten gibt es bei der Altersgrenze.

Der Chef des Impfzentrums, Dirk Heinrich, rechnet über die Ostertage mit ähnlich hohen Zahlen. Alle ab 75-Jährigen seien jetzt impfberechtigt und es seien auch noch Termine über Ostern frei und buchbar, sagte er. "Deshalb fordere ich alle über 75-Jährigen auf: Greifen Sie jetzt zum Telefon und buchen Sie die Termine, damit Sie möglichst schnell geschützt sind!", sagte er am Sonnabendmorgen. "Wir lehnen keinen ab, der jetzt kommt", so Heinrich. Voraussetzung sei jedoch, dass man einen Termin habe.

Termine auch für ab 75-Jährige?

Auf der Internetseite der Gesundheitsbehörde heißt es jedoch weiterhin, "Personen im Alter von 78 Jahren und älter" seien zum Impfen eingeladen. Unterdessen berichteten Hörerinnen und Hörern von NDR 90,3, dass ihnen bei der telefonischen Bemühung um einen Impftermin ebenfalls weiterhin eine Altersgrenze von 78 Jahren genannt wurde.

Anmeldungen für Termine im Impfzentrum sind online und telefonisch beim Arztruf 116 117 möglich. Laut Sozialbehörde werden über die Ostertage täglich 1.000 zusätzliche Termine freigeschaltet.

Impfstoffe diese Woche wie angekündigt geliefert

Die Impfstofflieferungen seien in dieser Woche von allen Herstellern wie angekündigt angekommen, hatte die Behörde NDR 90,3 bestätigt. Wer schon eine Bestätigung für einen Impftermin hat, muss allerdings damit rechnen, dass er oder sie möglicherweise ein anderes Mittel bekommt als darauf angegeben ist, hieß es. Denn der AstraZeneca-Impfstoff wird jetzt nur noch den über 60-Jährigen gespritzt. Wer jünger ist, bekommt Biontech/Pfizer. Auswählen kann man seinen Impfstoff nicht. Die Behörde rief nochmal dazu auf, Termine auf jeden Fall wahrzunehmen.

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Derweil hat die Debatte über den Impfstoff von AstraZeneca auch in Hamburg für eine Delle bei den Impfungen gesorgt. Viele Hamburgerinnen und Hamburger seien verunsichert, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) im Hamburg Journal des NDR Fernsehens: "Wir merken schon im Impfzentrum, es gibt mehr Fragen. Termine werden auch nicht wahrgenommen." Sie verwies aber darauf, dass der Impfstoff gerade bei älteren Menschen eine gute Wirkung habe.

Zum Impfstart bei den Hausarztpraxen in der kommenden Woche sagte sie, dass es zu Beginn nur um sehr wenige Dosen gehe, die zur Verfügung stünden. Sie bat um Geduld bis es mehr Impfstoff gebe. Nach Angaben des Hausärzteverbands sollen die Praxen bundesweit in der ersten Woche 940.000 Impfdosen erhalten. Das macht rein rechnerisch nur gut 26 Dosen pro Praxis.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.04.2021 | 15:00 Uhr

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