Stand: 08.09.2020 18:12 Uhr

Hoffnung für Hamburger Winterdom und Weihnachtsmärkte

Das Riesenrad auf dem Hamburger Dom in der Dämmerung. © NDR Foto: Gitte Alpen
Hamburger Dom: Sofern das Infektionsgeschehen nicht steigt, könnte das Volksfest unter Auflagen stattfinden.

Der Hamburger Winterdom könnte stattfinden: Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat am Dienstag weitere Lockerungen der Corona-Auflagen angekündigt. Ab dem 1. November sollen Volksfeste durch eine neue Corona-Verordnung wieder möglich sein. Auch für die Weihnachtsmärkte besteht Hoffnung und man sei weiterhin im Gespräch. Ob die Veranstaltungen tatsächlich stattfinden können, hängt dabei allerdings noch von verschiedenen Faktoren ab.

Begrenzung auf 6.000 Besucherinnen und Besucher

Voraussetzung für den Winterdom sei, dass sich das Infektionsgeschehen bis zum Start Anfang November nicht gravierend verschlimmere, sagte Leonhard. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher wird dieses Jahr den Angaben zufolge auf 6.000 begrenzt, um die Abstände auf dem Gelände einzuhalten und Schlangen vor den Fahrgeschäften zu vermeiden.

Stadt will zusätzliche Kosten übernehmen

Zur Durchführung des Winterdoms in Zeiten von Corona werde das Veranstaltungsgelände zusätzlich mit Absperrungen begrenzt. Notausgänge würden mit Bewachungspersonal gegen einen unbefugten Zutritt gesichert. Im Vergleich zu den Vorjahren wird der Winterdom nach Schätzungen des Senats rund 200.000 Euro mehr kosten. Die Stadt werde in diesem Jahr die gesamten Kosten übernehmen. Sollte sich das Infektionsgeschehen in der Hansestadt nicht verschlimmern, wird der Winterdom wie jedes Jahr zwischen dem 6. November und 6. Dezember stattfinden.

Stadionveranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen

Auch Stadionveranstaltungen sollen künftig mit mehr als 1.000 Menschen möglich sein. Voraussetzung sei, dass die Stadien über mehr als 10.000 Plätze verfügen, kein festes Dach haben und die Veranstaltung "von herausragender Bedeutung für Deutschland" sei, sagte Leonhard.

Keine generelle Genehmigung für Bundesliga-Spiele

Für den Hamburger SV und den FC St. Pauli bedeutet diese Entscheidung deshalb nicht, dass sie ihre Heimspiele in der 2. Fußball-Bundesliga künftig automatisch wieder vor mehr als 1000 Zuschauern austragen dürfen. "Dies ist keine regelhafte Genehmigung von Bundesliga-Veranstaltungen", sagte Leonhard. Die neue Regelung gelte erst einmal nur für einmalige Ereignisse wie ein Pokalfinale und soll am Donnerstag in Kraft treten.

Maskenverweigerer zahlen ab Donnerstag 80 Euro

Schon Mitte September wird zudem Prostitution in Hamburg wieder zugelassen. Verschärft werden dagegen Maßnahmen gegen Maskenverweigerer. Ab Donnerstag gibt es Bußgelder in Höhe von 80 Euro. Bislang mussten Maskenverweigerer im HVV 40 Euro zahlen. Ab Donnerstag werden auch Verstöße im Einzelhandel bestraft.

Weitere Informationen
Sexarbeiterinnen demonstrieren in der Herbertstraße auf dem Hamburger Kiez gegen ein Arbeitsverbot. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Reinhardt

Corona: Prostitution in Hamburg bald wieder erlaubt

Unter strengen Auflagen wird Sexarbeit ab Mitte September trotz Corona-Pandemie wieder erlaubt. Absprachen dazu erfolgten zwischen Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen. mehr

Das Riesenrad auf dem Hamburger Dom in der Dämmerung. © NDR Foto: Gitte Alpen

Winterdom in Corona-Zeiten? CDU macht Druck

Ob der Hamburger Winterdom und die Weihnachtsmärkte trotz Corona-Pandemie eröffnen können, ist unklar. Die CDU erhöht nun den Druck auf den Senat. Viele Schausteller haben Existenznot. (06.07.2020) mehr

Das Riesenrad auf dem Hamburger Dom in der Dämmerung. © NDR Foto: Gitte Alpen

Schausteller wollen Corona-Zeit überstehen

Nachdem Frühjahrs- und Sommerdom wegen Corona ausgefallen sind, haben viele Schausteller Existenzängste. Doch viele sind trotz der Lage mit Optimismus ausgestattet, meint Pastor Friedrich Brandi. (25.08.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.09.2020 | 16:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Einsatzkräfte der Polizei laufen in Richtung von zahlreichen Menschen auf der Stadtpark-Wiese. © picture alliance/dpa Foto: Jonas Walzberg

Stadtpark: Polizei löst Partys von mehreren tausend Menschen auf

Am Freitag schritt die Polizei ein, als sich 4.000 junge Menschen zum Feiern trafen. Am Sonnabend waren es rund 7.000. mehr