Laborsituation bei der Untersuchung von Coronamaterial. © picture alliance Foto: Daniel Bockwoldt

Hamburger Senat warnt vor neuen Corona-Einschränkungen

Stand: 07.10.2020 11:44 Uhr

Angesichts steigender Infektionszahlen hat der Senat die Hamburgerinnen und Hamburger vor möglichen neuen Corona-Einschränkungen gewarnt.

Der Hamburger Senat denkt nun über weitere Einschränkungen bei der Gastronomie nach. Ähnlich wie in Berlin könnten Bars und Restaurants demnächst auch in Hamburg abends früher schließen müssen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Senatskreisen. Außerdem könnte das Verkaufsverbot für Alkohol an Wochenenden, das bislang auf St. Pauli, im Schanzenviertel und in Ottensen nur für den Außerhausverkauf gilt, auch auf den Ausschank in den Gastronomiebetrieben ausgeweitet werden.

Am Mittwoch stieg die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen in Hamburg um 93. Der sogenannte Inzidenzwert, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, lag damit bei 34,1. Ab einem Wert von 35 sind erste Verschärfungen vorgesehen.

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen stieg in Hamburg am Mittwoch um 93 Fälle. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie bestätigen Infektionen erhöhte sich auf 8.543. Hamburgs Corona-Testlabore sind im Moment fast ausgelastet, mit mehr als 12.000 Tests an jedem Werktag.

Die meisten Infektionen bei den 20- bis 40-Jährigen

Der Senat bereite weitere Einschränkungen vor. Beschlüsse seien aber noch nicht gefallen. "Wir konzentrieren uns darauf, dass wir mit geeigneten Maßnahmen diese Obergrenze gar nicht erst erreichen", sagte er. Nach wie vor gebe es die meisten Infektionen bei den 20- bis 40-Jährigen. Allerdings hat auch die Zahl der Corona-Fälle bei älteren Personen ab 60 Jahren zugenommen. Das ist deshalb besorgniserregend, weil die Krankheitsverkäufe bei Älteren häufig schwerwiegender sind.

Schweitzer: "Regeln einhalten"

Senatssprecher Marcel Schweitzer appellierte erneut an die Bürgerinnen und Bürger: "Halten Sie die Regeln ein." Dies gelte sowohl für Abstands- und Maskenpflicht als auch für das Hinterlassen korrekter Kontaktdaten. Insgesamt gelinge es den Gesundheitsbehörden aber noch, "mit akribischer Arbeit" die Kontakte nachzuverfolgen.

 

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NDR 90,3 Aktuell | 06.10.2020 | 17:00 Uhr

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