Stand: 02.09.2020 08:08 Uhr  - NDR 90,3

Hamburg will Corona-Hilfspaket des Bundes verbessern

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) spricht mit Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos). © picture alliance/dpa Foto: Daniel Reinhardt
Finanzsenator Dressel (r.) will sich mit Wirtschaftssenator Westhagemann dafür einsetzen, dass die Corona-Hilfen noch einmal nachgebessert werden

Hamburg fordert, dass der Bund bei seinen Corona-Hilfen für kleine und mittelständische Unternehmen deutlich nachbessert. Hintergrund ist, dass das 25-Milliarden-Paket kaum in Anspruch genommen wird.

Bedingungen zu streng?

Wenn Hilfe drauf stehe, dann müsse auch Hilfe drin sein - und man müsse auch an sie herankommen, sagte Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) mit Blick auf das Angebot des Bundes. Die Bedingungen für Unternehmen, um an Geld zu kommen, seien aber zu streng formuliert. Beispielsweise müssen Firmen durch Corona 60 Prozent Umsatzeinbußen nachweisen. Darin sieht Dressel den wichtigsten Grund, warum bislang kaum Hilfen beantragt wurden.

1.800 statt 20.000 Anträge

Bis zum Ende der Antragsfrist am Montag sind nach Dressels Angaben in Hamburg lediglich rund 1.800 Anträge eingegangen - mit einer gewünschten Hilfssumme von rund 34 Millionen Euro. Zum Start des Hilfsprogramms war der Senat noch von rund 20.000 Anträgen ausgegangen.

Die geringe Nachfrage nach den Hilfen passe nicht zur Not der Unternehmen, glaubt Dressel. Er will sich zusammen mit Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) dafür einsetzen, dass die Corona-Hilfen noch einmal nachgebessert werden. "Das Programm darf nicht zum Ladenhüter der Krisenbewältigung werden", so Dressel.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.09.2020 | 12:00 Uhr

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