Stand: 13.07.2020 06:20 Uhr

Feuerwehr in Hamburg kommt später ans Ziel

Feuerwehrfahrzeuge auf einer Straße in Hamburg. © dpa Foto: Daniel Bockwoldt
Bei besonders gefährlichen Bränden sollte die Hamburger Feuerwehr in acht Minuten vor Ort sein. Das gelingt in 60 Prozent der Fälle.

Hamburgs Feuerwehr bleibt weiter hinter dem Ziel zurück, innerhalb von acht Minuten bei einem sogenannten kritischen Brand vor Ort zu sein. In den ersten drei Monaten des Jahres haben die Einsatzkräfte das nur in 60 Prozent der Fälle geschafft. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage der CDU hervor.

Weniger Brände in der Corona-Krise

Vor einem Jahr lag die Quote in Hamburg nach Angaben der Stadt noch bei 65 Prozent - war also um fünf Prozentpunkte besser. Der Hamburger Senat hält die aktuelle Statistik aber nur für bedingt aussagekräftig. Er argumentiert, dass die Quote auch durch die Corona-Krise schlechter geworden ist. Denn während des Lockdowns habe es beispielsweise auf der Reeperbahn seltener gebrannt - die kurzen Anfahrtswege von den Innenstadt-Wachen hätten die Quote in der Vergangenheit positiv beeinflusst.

CDU kritisiert Senat

Die Hamburger CDU hält dagegen an ihrer Kritik fest, dass der rot-grüne Senat nicht genug unternehme, damit die Feuerwehr schnell an ihre Einsatzorte komme. Die Berufsfeuerwehren haben sich bundesweit selbst das Ziel gegeben, bei neun von zehn solcher Einsätze innerhalb von acht Minuten mit den ersten Kräften besonders gefährliche Brände zu bekämpfen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.07.2020 | 06:00 Uhr

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