Blick über die Schulter eines Schülers, der an einem Schreibtisch mit Laptop sitzt. © picture alliance Foto: HMB Media Oliver Mueller

Drittklässler in Hamburg: Lernrückstände in der Corona-Zeit

Stand: 10.09.2021 16:52 Uhr

Es ist schon befürchtet worden - jetzt gibt es aktuelle Zahlen aus Hamburg dazu: Die Leistungen vieler Schüler und Schülerinnen haben sich in der Corona-Pandemie verschlechtert.

Beim Lesen und in Mathematik sind die Lernrückstände am deutlichsten. Das zeigt die "KERMIT-Lernstandsuntersuchung". Mit ihr versucht die Schulbehörde jedes Jahr, den Wissensstand der Schülerinnen und Schüler zu ermitteln. Für die dritten Klassen liegt das Ergebnis jetzt vor. Mehr als 15.000 Schülerinnen und Schüler wurden dafür in Deutsch und Mathematik getestet.

Mehr Schüler mit Lese-Problemen

Das deutlichste Ergebnis: Die Gruppe, die Schwierigkeiten beim Lesen hat, ist während des letzten Schul-Lockdowns um mehr als elf Prozent gewachsen. Auffällig dabei: Bei Schulen in schwieriger sozialer Lage wuchs der Anteil von Leseschwachen sogar um fast 14 Prozent.

Ein ähnliches Bild bei Mathematik: Fast neun Prozent mehr Kinder haben damit Schwierigkeiten. Wo weniger Unterstützung durch Eltern kommt, sind es mehr als 11 Prozent.

"Ein langer Weg"

Um Lernlücken zu schließen und Kinder psychisch zu stärken, bekommt Hamburg vom Bund in den kommenden zwei Jahren mehr als 50 Millionen Euro. "Das wird trotzdem ein langer Weg", sagte Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.09.2021 | 17:00 Uhr

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