Stand: 18.07.2020 14:09 Uhr

Corona-Soforthilfe: Noch Klärungsbedarf bei 4.000 Anträgen

Für Unternehmerinnen und Unternehmer bleibt nicht mehr viel Zeit, sich um ihren Antrag auf Corona-Soforthilfen zu kümmern. Darauf hat die Hamburger Wirtschaftsbehörde aufmerksam gemacht. Bei rund 4.000 Anträgen waren die Angaben so unklar, dass Klärungsbedarf besteht. Die angeschriebenen Antragstellenden haben nur noch bis zum 29. Juli Zeit, ihre Angaben zu ergänzen oder zu korrigieren.

Etwa 65.000 Anträge gestellt

Rund 520 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln wurden bei der Hamburger Corona Soforthilfe bisher vergeben. Das habe geholfen, Insolvenzen zu vermeiden, erklärte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos). Etwa 65.000 Anträge wurden gestellt. Rund 4.000 Anträge befinden sich noch in der Abwicklung, bei ihnen waren die Angaben fehlerhaft oder unvollständig, sodass nicht sofort eine Bewilligung erfolgen konnte. Hier seien die Firmen jetzt gefragt, aktiv bei der Klärung offener Fragen mitzuwirken, um noch einen Erfolg zu haben, so Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). In den verbleibenden zehn Tagen Laufzeit des Programms arbeite die Investitions- und Förderbank Hamburg mit Hochdruck daran, möglichst viele Anträge noch durch das Verfahren zu kriegen, betonte Vorstandschef Ralf Sommer.

Anträge für Überbrückungshilfe bis Ende August

Doch auch danach geht es weiter mit der kürzlich gestarteten neuen Überbrückungshilfe des Bundes. Anträge können hier nur über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer gestellt werden. Und auch da ist schnelles Handeln gefragt: Anträge dafür sind nur bis zum 31. August möglich.

Weitere Informationen
Andreas Dressel bei der LPK.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.07.2020 | 13:00 Uhr

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