Ein Mann hält einen Schnelltest zur Erkennung des Coronavirus und ein Teststäbchen in einem Pflegeheim in der Region Hannover in den Händen. © dpa-Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich

Corona-Schnelltests stellen Pflegeheime vor Probleme

Stand: 12.11.2020 11:24 Uhr

Eltern oder Großeltern im Pflegeheim zu besuchen soll in Corona-Zeiten sicherer werden. Hamburger Pflegeeinrichtungen bereiten sich mit viel Aufwand auf Schnelltests vor.

45.000 Schnelltests hat Hamburgs größter privater Pflegeheim-Betreiber Pflegen & Wohnen bereits bestellt. In der übernächsten Woche soll es damit losgehen. Doch dafür braucht es aber nicht nur die Schnelltests, sondern auch genug Personal. Ein Problem dabei ist, dass angelernte Hilfskräfte diese Tests nicht durchführen dürfen. Das müssen ausgebildete Pflegefachkräfte übernehmen - so steht es in der Test-Verordnung des Bundesgesundheitsministers. Diese dürfen aber natürlich nicht in ihrem eigentlichen Job fehlen.

Zwei Beschäftigte für 100 Bewohner?

Grobe Schätzungen gehen davon aus, dass sich für ein Pflegeheim mit 100 Bewohnerinnen und Bewohnern zwei Beschäftigte den ganzen Tag lang allein um die Schnelltests kümmern müssten. Denn: Es gibt nur ein kurzes Zeitfenster, in dem der Teststreifen relativ verlässlich Auskunft über eine mögliche Corona-Infektion gibt. Das muss also genau abgepasst werden.

Das neue Testverfahren soll das bereits bestehende Verfahren mit den PCR-Tests ergänzen. Auch sie liefern nur eine Moment-Aufnahme - aber geben zumindest für diesen Moment eine Sicherheit, bei einem Pflegeheim-Besuch niemanden anzustecken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.11.2020 | 12:00 Uhr

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