Stand: 01.07.2020 14:19 Uhr  - NDR 90,3

Corona-Regeln für die Kultur: Theater auf, Clubs dicht

In Hamburg erwacht das kulturelle Leben wieder aus der coronabedingten Zwangspause. So dürfen nach Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten nun auch Theater, Opern, Konzerthäuser und Musicaltheater wieder besucht werden. Was erlaubt ist und was weiter verboten bleibt: ein Überblick.

Leeres Theater © picture-alliance Foto: Michael Memminger
Die Vorhänge in den Hamburger Theatern bleiben noch geschlossen.
Was ist trotz Corona möglich?

Nach der Corona-bedingten Pause dürfen nun auch Theater, Opern, Konzerthäuser und Musicaltheater wieder geöffnet werden. Das geht aus der seit dem 1. Juli geltenden Verordnung der Stadt Hamburg hervor. Die zulässige Teilnehmerzahl hängt unter anderem davon ab, ob die Veranstaltung unter freiem Himmel oder in geschlossenen Räumen stattfindet. Bei Veranstaltungen im Freien mit festen Sitzplätzen dürfen bis zu 1.000 Personen teilnehmen (in geschlossenen Räumen bis zu 650), ohne feste Sitzplätze im Freien bis zu 200 Personen (in geschlossenen Räumen bis 100). Wird Alkohol ausgeschenkt, reduziert sich die Höchstzahl bei Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze um jeweils die Hälfte. Private und öffentliche Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten in Hamburg dürfen schon länger wieder Besucherinnen und Besucher empfangen, wenn auch weniger als in Vor-Corona-Zeiten. Auch Konzerte im Autokino sind seit dem 27. Mai erlaubt.

Welche Corona-Auflagen gibt es?

Für die nun wieder geöffneten Häuser gelten bestimmte Vorgaben. Die Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden, zum Beispiel sollen sich die Gäste am Eingang ihre Hände desinfizieren und es muss der Abstand von 15, Meter gewahrt werden. Zwischen Bühne und Publikum müssen 2,5 Meter Abstand sein. Ein durchschnittliches Theater kann so maximal ein Viertel der sonstigen Zuschauerinnen und Zuschauern aufnehmen. Außerdem werden die Besucher und Besucherinnen um das Tragen einer Nase-Mund-Bedeckung gebeten.

Für Kulturveranstaltungen im Freien muss zuvor eine Genehmigung eingeholt werden. Bei Konzerten im Autokino müssen Fenster und Türen geschlossen bleiben, die Musik wird über das UKW-Radio im Auto gehört. Applaus könne über die Lichthupe oder Blinker erfolgen, so der Senat. Das Reeperbahnfestival soll kleiner stattfinden als sonst.

Wie soll es weitergehen?

Clubs und Diskotheken bleiben noch geschlossen. Volksfeste und Veranstaltungen wie der Schlagermove bleiben verboten. Dieses Verbot gelte für solche Veranstaltungen, "bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist", hieß es.

VIDEO: Hamburgs Chefdirigenten zur Corona-Krise (3 Min)

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