Stand: 12.05.2020 10:30 Uhr

Corona: Kontaktbeschränkungen in Hamburg

Nur wenige Hamburger gehen auf der neuen Hochwasserschutzanlage am Baumwall spazieren. © picture-alliance/dpa Foto: Markus Scholz
Auch in Hamburg gilt noch immer der Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen Personen.

Hamburg hat sich den bundesweiten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und auch der Lockerungen einiger Maßnahmen angeschlossen. Bund und Länder verständigten sich darauf, dass die Länder sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt werden muss. Hier eine Übersicht der derzeit geltenden Einschränkungen, die auch in einer Verordnung der Stadt Hamburg festgelegt sind.

Wichtigste Punkte von Kontaktbeschränkungen und Lockerungen:

  • Die Bürgerinnen und Bürger sollen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum reduzieren. Diese Kontaktbeschränkungen ist von Bund und Ländern bis zum 5. Juni verlängert worden.

  • In der Öffentlichkeit ist zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten.

  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine sowie in Begleitung der Personen gestattet, die in derselben Wohnung leben, oder in Begleitung einer weiteren Person, die nicht in derselben Wohnung lebt. Für diese Personen gilt der Mindestabstand nicht. Weitere Ausnahmen gelten für die Berufsausübung.

  • Bestattungen und Trauerfeiern im engen Familien- und Freundeskreis dürfen stattfinden.

  • Bürgerinnen und Bürger dürfen mit Kindern aus anderen Familien zusammen unterwegs sein, wenn sie diese beispielsweise zur Notbetreuung in der Schule oder Kita bringen.

  • Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.

  • Individualsport unter freiem Himmel ist ab dem 6. Mai wieder erlaubt. Dazu zählt unter anderem Leichtathletik, Wassersport, Radsport, Reitsport, Klettern, Skaten, Golf, Tennis, aber auch Fitness, Gymnastik oder Yoga. Training für Mannschaftssportarten ist unter Auflagen wie dem Abstandsgebot wieder erlaubt - zum Beispiel Ausdauer- und Torschusstraining.

  • Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind inakzeptabel. Verstöße sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und sanktioniert werden.

  • In Betrieben und bei beruflichen Dienstleistungen soll - sofern es möglich ist - der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden.

  • Gastronomie-Betriebe bleiben noch geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

  • Das Zubereiten und der Verzehr von Speisen an öffentlichen Orten ist untersagt. Dies gilt insbesondere für das Grillen und Picknicken. Diese Regelung gilt nicht für Wohnungslose.

  • Verkaufsstände auf Wochenmärkten sind nur zulässig, wenn sie Lebensmittel oder Waren des täglichen Bedarfs anbieten.

  • Nicht öffentlich-zugängliche Kantinen dürfen weiter betrieben werden, sofern ein Abstand von mindestens 1,50 Meter zwischen den Tischen gewährleistet ist.

  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich. Friseure dürfen seit dem 4. Mai wieder öffnen.

  • Alle Geschäfte können unter Auflagen - wie Maskenpflicht und Abstandsregeln - wieder öffnen. Warteschlangen sollen vermieden werden und es soll eine maximale Zahl an Kundinnen und Kunden sowie Personal - bezogen auf die Verkaufsfläche - vorgegeben werden. Die umstrittene 800-Quadratmeter-Regelung entfällt.

  • Museen, Galerien, Gedenkstätten sowie die Außenbereiche zoologischer Gärten, botanischer Gärten und Tierparks dürfen öffnen, wenn ein Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den anwesenden Personen gewährleistet ist.

  • In allen Betrieben beziehungsweise Einrichtungen und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeitende sowie Besucherinnen und Besucher umzusetzen.

  • Prüfungen an Schulen und Universitäten dürfen stattfinden, solange die erforderlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe hat am 6. Mai angekündigt, dass "nach den Maiferien ab dem 25. Mai auch die Schüler der bislang fehlenden Klassenstufen wenigstens einmal pro Woche mindestens fünf oder sechs Unterrichtsstunden in der Schule bekommen" sollen.

  • Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauerinnen und Zuschauern, größere Konzerte, Festivals und Feste bleiben verboten - und zwar voraussichtlich mindestens bis zum 31. August.

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Dieses Thema im Programm:

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