Corona-Impfungen nun auch in fünf Krankenhäusern in Hamburg

Stand: 10.05.2021 17:09 Uhr

In fünf Krankenhäusern in Hamburg wird ab sofort eine Corona-Schutzimpfung angeboten. Das Angebot richtet sich aber erstmal ausschließlich an Menschen über 70 Jahren.

Jede Person, auf die das zutrifft, kann selbst entscheiden, ob er oder sie die Schutzimpfung im Impfzentrum, einer Arztpraxis oder einem nahegelegenen Krankenhaus erhalten möchte. Personen, die aus anderen Gründen als wegen ihres Alter zur Impfung berechtigt sind, müssen ihre Berechtigung mit einem geeigneten Nachweis belegen. Nach Angaben der Hamburger Sozialbehörde kann diese Prüfung nur im Impfzentrum erfolgen. Deshalb sollten beispielsweise Personen, die aufgrund ihres Berufs impfberechtigt sind, dort einen Termin vereinbaren.

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Leonhard: "Toller Tag"

"Das ist ein toller Tag für die Impfkampagne, dass es jetzt in Hamburg dezentral weitergeht", sagte Leonhard. Möglicherweise könnten sich bald auch Impfwillige anderer Bevölkerungsgruppen in den Kliniken eine Spritze geben lassen.

Impfangebot für alle nach Ende der Priorisierung

Nach Aufhebung der Priorisierung steht die Möglichkeit, sich in einem Krankenhaus impfen zu lassen, dann auch allen Hamburgerinnen und Hamburgern zur Verfügung. Die Kliniken, in denen geimpft werden kann, sind das Agaplesion Diakonieklinikum in Eimsbüttel, das Albertinen Krankenhaus in Schnelsen, das Bethesda Krankenhaus Bergedorf, das Asklepios Klinikum Nord in Langenhorn und das Asklepios Klinikum Harburg.

Bis zu 3.000 Impfungen pro Woche

Die Kliniken beginnen mit etwa 3.000 Impfungen pro Woche. "Damit starten wir das Impfen für die breite Bevölkerung", sagte Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde. Auch die Arztpraxen sollen bald noch sehr viel mehr Impfstoff erhalten als in den Wochen zuvor, verspricht er. Bisher wurden in den Krankenhäusern nur das eigene Personal und besonders erkrankte Patientinnen und Patienten geimpft. "Wenn mehr Impfstoff zur Verfügung steht, können immer mehr Menschen zur Impfung aufgerufen werden. Damit wir das Tempo aber weiter steigern können, brauchen wir dann auch mehr Orte, an denen Schutzimpfungen angeboten werden", sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD).

Dritter Schritt für die Kliniken

Asklepios-Vorstand Joachim Gemmel sagte, in einem ersten Schritt habe der Konzern bereits seine Mitarbeiter geimpft. Das sei inzwischen bei 90 Prozent der Beschäftigten geschehen. Dann seien die Patienten mit längerem Krankenhausaufenthalt versorgt worden. Die Eröffnung der Impfzentren in Harburg und in der Heidberg-Klinik in Langenhorn für die Bevölkerung sei nun der dritte Schritt. In den Asklepios-Kliniken lägen immer noch viele Corona-Patienten. "Wir sind froh, dass die Welle jetzt zurückgeht", sagte Gemmel.

Termine telefonisch oder online

Termine zur freiwilligen Corona-Schutzimpfung im Impfzentrum können online oder per Telefon vereinbart werden. Dafür steht in Hamburg ausschließlich die Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes zur Verfügung: 116 117 (Kurzwahlnummer, es ist keine Vorwahl notwendig).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 Aktuell | 10.05.2021 | 12:00 Uhr

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