Stand: 07.09.2020 07:12 Uhr

Corona-Hilfen: Auch Vereine erhalten nun Kredite

Hamburg hat seine Corona-Hilfsmaßnahmen für gemeinnützige Organisationen erweitert. Sie können bis zu 800.000 Euro beim sogenannten "Hamburg-Kredit Liquidität" beantragen. Der Kredit war zunächst für kleine und mittlere Unternehmen gedacht. Von den bereitgestellten 300 Millionen Euro wurden bislang laut Wirtschaftsbehörde aber lediglich rund zehneinhalb Millionen ausgezahlt - verteilt auf gut einhundert Antragsteller. Jetzt können auch Non-Profit-Organisationen wie gemeinnützige Vereine auf das Geld zugreifen.

Finanzsenator Dressel wirbt für den Kredit

Andreas Dressel (SPD), Finanzsenator von Hamburg, nimmt an der Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft im Rathaus teil. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Reinhardt
Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) will auch Vereinen und gemeinnützigen Organisationen helfen.

Der Kredit hat eine Laufzeit von zehn Jahren bei einem Zinssatz von einem Prozent. Er ist Teil der Corona-Darlehen, mit denen Hamburg nun auch Sozialunternehmen, gemeinnützigen Vereinen und Organisationen unter die Arme greifen will. "Für die speziell haben wir diesen Kredit jetzt ausgeweitet und dafür gesorgt, dass der bis zu 800.000 in Anspruch genommen werden kann", sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). "Und ich kann auch alle betroffenen Unternehmen nur auffordern, für sich zu prüfen, ob das nicht eine gute Hilfsmöglichkeit ist."

Stadt will sich an mittelständischen Unternehmen beteiligen

Bis Herbst wird die Stadt laut Senat insgesamt Hilfen im Wert von rund fünf Milliarden Euro bereitgestellt haben. Den größten Anteil daran haben herabgesetzte Steuervorauszahlungen und Stundungen. Bis Mitte des Monats will der Senat den Entwurf für einen Stabilisierungsfonds fertigstellen, mit dem sich die Stadt an mittelständischen Unternehmen beteiligen kann, die durch das Coronavirus Probleme haben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.09.2020 | 08:00 Uhr

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