Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) bei einer LPK.

Corona-Härtefallfonds für Soloselbstständige in Hamburg startet

Stand: 18.05.2021 17:10 Uhr

Hamburg stellt knapp 40 Millionen Euro für Unternehmen und Soloselbstständige zur Verfügung, die unter der Corona-Krise leiden. Sie können ab jetzt beantragt werden.

Das Geld ist laut Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) für Unternehmerinnen und Unternehmer gedacht, die bislang aus den unterschiedlichsten Gründen keine Corona-Hilfen erhalten haben. Voraussetzung für die Hilfe seien eine wirtschaftliche Existenzbedrohung, ein Firmensitz in Hamburg und die Zuständigkeit eines Hamburger Finanzamts.

Bis Ende September zu beantragen

Soloselbstständige können bis Ende September direkt bis zu 7.500 Euro Nothilfe beantragen, wobei die Förderung maximal 50 Prozent des Referenzumsatzes beträgt. Für alle weiteren Unternehmen und Soloselbstständige mit höherem Förderbedarf sei die Zuwendung in der Regel auf 100.000 Euro begrenzt. In diesem Fall müsse der Antrag jedoch über eine Fachkraft wie einen Steuerberater erfolgen. Hilfen aus dem Fonds kann man online unter www.haertefallhilfen.de oder unter www.ifbhh.de beantragen. Anträge für Soloselbstständige, die ohne Steuerberater direkt einen Antrag stellen wollen, können das über diesen Link tun: https://serviceportal.hamburg.de.

Fonds könnte aufgestockt werden

"Wir würden auch diesen Härtefallfonds aufstocken, wenn so viel Härtefälle zusammenkommen, dass man sagt: Die knapp 40 Millionen reichen nicht", hatte Dressel bei der Vorstellung des Fonds Anfang Mai gesagt. "Keiner muss jetzt in den nächsten Wochen die Sorge haben, in dieser schwierigen letzten Phase der Pandemie, dass er jetzt ganz schnell den Antrag stellen muss, weil sonst das Geld alle ist." Er warnte aber vor Missbrauch: "Wer versucht, auf dem Wege öffentliche Mittel abzugreifen, da werden wir hart intervenieren."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.05.2021 | 17:00 Uhr

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