Corona: Diese Regeln gelten mit der 2G-Option in Hamburg

Stand: 18.09.2021 07:38 Uhr

In Hamburg gilt seit dem 28. August eine 2G-Option für alle Publikumseinrichtungen. Sie können spezielle Angebote für Geimpfte und Genesene machen, bei denen dann viele bislang geltenden Corona-Regeln wegfallen.

Grundlagen des 2G-Modells

Alle Restaurants, Clubs, Theater, Museen, Kirchen, Hotels, Tanz- und Musik-Clubs, Kultureinrichtungen, Sportstätten und sonstige Freizeiteinrichtungen können beim Senat anmelden, dass sie Angebote ausschließlich für Geimpfte und Genesene machen wollen. Der Zugang ist dann nur für Personen möglich, die einen Impf- oder Genesenen-Nachweis mitbringen und sich ausweisen. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen im 2G-Modell müssen geimpft oder genesen sein. Die entsprechenden 2G-Angebote müssen auch von außen durch entsprechende Schilder als solche erkennbar sein.

Ausnahmen nur für Kinder und Jugendliche

Bis 2. Oktober sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren von der Nachweispflicht befreit. Anschließend wird die Ausnahme nur noch für alle Kinder unter zwölf Jahre gelten. Für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen (zum Beispiel wegen einer Schwangerschaft, oder weil sie immungeschwächt sind) nicht impfen lassen können, soll es keine Ausnahme geben - sie können die 2G-Angebote nicht nutzen. Die Kontaktnachverfolgung läuft auch in der 2G-Option weiter.

Private Feiern und Veranstaltungen

Für private Feiern - wie Hochzeiten und Geburtstagsfeiern -, die auf einen geschlossenen und geladenen Personenkreis beschränkt sind und in einem räumlich abgetrennten Bereich stattfinden, gilt: In geschlossenen Räumen dürfen bis zu 50 Menschen, im Freien bis zu 100 teilnehmen. Dabei werden vollständig Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt. Bei Feiern zu Hause oder in angemieteten Räumen dürfen beim Tanzen bis zu zehn Ungeimpfte ohne Maske dabei sein, aber nur wenn sie einen negativen Corona-Test haben.

2G-Option für Restaurants und Gaststätten

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Verzicht auf Kapazitätsbegrenzungen
  • Es darf im Stehen verzehrt werden.
  • Tische und Stühle können beliebig platziert werden.
  • Shishas dürfen auch in geschlossenen Räumen genutzt werden
  • Die Sperrstunde entfällt
  • Aufhebung der Testpflicht
  • Tanzen ist auch in geschlossenen Räumen möglich
  • Maskenpflicht in Innenräumen, aber nicht am Sitz- oder Stehplatz

Kulturelle Einrichtungen

Für Theater, Opern, Konzerthäuser, Konzertsäle, Musiktheater, Kinos, Planetarien und Literaturhäuser, Museen, Gedenkstätten, Galerien, Ausstellungshäuser, Bibliotheken und Archive sowie zoologische und botanische Gärten und Tierparks gelten im 2G-Modell folgende Regeln:

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • freie Anordnung der Sitzplätze ohne Kapazitätsbegrenzung
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Außerdem die gleichen Regeln wie für Restaurants, wenn es auch gastronomische Angebote gibt

Veranstaltungen

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Freie Tisch- und Sitzplatzanordnung
  • Verdreifachung der Personenzahlgrenzen
  • Aufhebung der Testpflicht
  • Tanzen ist in Innenräumen mit medizinischer Maske möglich

Livemusikspielstätten und Musikclubs

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Freie Anordnung der Steh- und Sitzplätze
  • Stehplätze zulässig
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Personenzahlgrenzen: in geschlossenen Räumlichkeiten höchstens 1.300, im Übrigen höchstens 2.000
  • Sofern getanzt wird, gilt die Personenzahlbegrenzung außen: 750 Personen, innen: 150 Personen

Sportveranstaltungen vor Publikum

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Freie Anordnung der Sitz- und Stehplätze
  • Verdopplung der Personenzahlgrenze in Innenräumen auf 1.300 und 2.000 im Freien
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen

Bei nicht-stationären sportlichen Wettkämpfen wie Laufveranstaltungen und Radrennen kann im 2G-Zugangsmodell auf das Abstandsgebot verzichtet werden. Die Teilnehmerzahl wird auf 750 Sportausübende erhöht und die Testpflicht wird aufgehoben.

Tanzclubs und Discos

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Es darf im Stehen verzehrt werden
  • Tische und Stühle können beliebig platziert werden.
  • Shishas dürfen genutzt werden.
  • Aufhebung der Testpflicht
  • Verdreifachung der zulässigen Teilnehmerzahl (150 Personen innen mit Maskenpflicht, 750 außen ohne Maskenpflicht)
  • Maskenpflicht im Übrigen wie in Gaststätten im 2G-Modell: Keine Maskenpflicht auf dauerhaft eingenommenen Steh- oder Sitzplätzen. Weiterhin gilt aber die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske beim Tanzen

Volksfeste

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Keine Begrenzung der teilnehmenden Personen
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Wenn getanzt wird, gelten zusätzliche Vorgaben: 150 Personen innen (mit Maskenpflicht) oder 750 Personen draußen. Keine Maskenpflicht auf dauerhaft eingenommenen Steh- oder Sitzplätzen. Beim Tanzen ist das Tragen einer medizinischen Maske Pflicht

Messen

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Keine Begrenzung der teilnehmenden Personen
  • Aufhebung der Testpflicht

Hotels, Jugendherbergen und Hostels

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Schlafsäle dürfen ohne Begrenzung belegt werden
  • Aufhebung der Testpflicht

Sportbetrieb und Spielplätze

Für Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Thermen, Saunen und beim ärztlich verordneten Rehabilitationssport gelten folgende Möglichkeiten im 2G-Modell:

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Keine Begrenzung der teilnehmenden Personen
  • das Abstandsgebot zwischen Sportgeräten entfällt
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen
  • Weiterhin gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in Innenräumen

Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, Fahrunterricht

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Lerngruppen dürfen durchmischt werden
  • freie Pausengestaltung
  • Entfallen der Begrenzung der Gruppengröße der Lerngruppen
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen

Weiterhin gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in Innenräumen.

Pflichtveranstaltungen im Bildungsbereich, wie Sprachkurse für Eingewanderte, müssen zumindest auch im 3G-Modell angeboten werden.

Religiöse Veranstaltungen und Trauerfeiern

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Verzicht auf kapazitäre Vorgaben und Anmeldepflicht
  • Gemeindegesang auch ohne Maske

Touristische Stadtrundfahrten und Hafenrundfahrten

  • Verzicht auf die Maskenpflicht im Freien

Freizeiteinrichtungen und Gästeführungen

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Entfallen der Gruppengrößenbegrenzung
  • Entfallen der kapazitären Begrenzung
  • Aufhebung der Testpflicht in geschlossenen Räumen

Spielbank, Spielhallen und Wettvermittlungsstellen

  • Verzicht auf das Abstandsgebot
  • Keine Begrenzung der teilnehmenden Personen
  • freie Anordnung der Sitz-und Stehplätze

Weitere Informationen
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bei einer Landespressekonferenz.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.09.2021 | 06:00 Uhr

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