Eine behandschuhte Hand lässt eine Testflüssigkeit von einem zuvor durchgeführten Abstrich auf einen Schnelltest zur Erkennung des Coronavirus tropfen. © dpa/picture alliance Foto: Hauke-Christian Dittrich

Corona: Bald höhere Hürden für Schnelltests in Hamburg

Stand: 28.09.2021 08:56 Uhr

Die Hürden für Corona-Schnelltests, wie man sie zur Teilnahme an sogenannten 3G-Veranstaltungen benötigt, werden in Hamburg ab dem 11. Oktober höher gelegt. Schnelltests sind dann auch nicht mehr für alle kostenlos.

Künftig würden nur noch Testbescheinigungen medizinischer Anbieter akzeptiert - also von Arztpraxen, Apotheken und Laboren, sagte Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde. Andere kommerzielle Testzentren seien ab dem 11. Oktober "nicht mehr durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst beauftragt und dürfen ab diesem Datum keine Testbescheinigungen mehr ausstellen, die im Rahmen der Eindämmungsverordnung akzeptiert werden". Bei Veranstaltungen nach dem 3G-Modell können neben Geimpften und Genesenen auch negativ Getestete teilnehmen.

Schnelltest nicht mehr für alle kostenlos

Testen lassen kann man sich bisher kostenlos bei einer Vielzahl kommerzieller Anbieter. Ab 11. Oktober endet auch die Kostenfreiheit. Die neue Regel sei "das Zurück auf normal", sagte Helfrich. Auch vor der Pandemie hätten nur medizinische Anbieter entsprechende Bescheinigungen ausstellen dürfen. Um in der Pandemie aber möglichst viele kostenfreie sogenannte Bürgertests durchführen zu können, habe die Bundesregierung es den Ländern ermöglicht, auch nicht-medizinische Anbieter zu beauftragen. Diese Beauftragung sei in Hamburg ausgelaufen und ende nach einer Übergangsfrist am 11. Oktober.

Helfrich: "Bedarf erheblich gesunken"

Im Übrigen seien Tests in dem Umfang gar nicht mehr nötig. Inzwischen seien von den Menschen, die sich impfen lassen könnten, über 80 Prozent geimpft, sagte Helfrich. Die Impfung sei der wirksamste Schutz gegen die Pandemie. "Da für alle Personen im Alter von mindestens 12 Jahren eine Möglichkeit besteht, die Corona-Schutzimpfung zu erhalten, ist der Bedarf an Schnelltests erheblich gesunken."

Mehrere Ausnahmen bei Kostenfreiheit

Menschen, für die keine Möglichkeit bestehe, sich durch eine Impfung gegen das Coronavirus zu schützen, könnten sich aber auch weiterhin kostenlos testen lassen, sagte er. Bis Ende des Jahres gelte das unter anderem für alle unter 18-Jährigen, für Schwangere im ersten Drittel ihrer Schwangerschaft, für Infizierte, die sich nach Abklingen der Symptome zur Beendigung der Quarantäne testen müssen, und für Menschen, bei denen eine Impfung nachweislich aus medizinischen Gründen nicht möglich ist.

Weiterhin regelmäßige Tests in Kitas, Schulen und Pflege

Regelmäßige Test soll es auch weiterhin in Bereichen geben, in denen zusätzliche Sicherheit geschaffen werden soll, etwa in Pflegeeinrichtungen. Auch an den Testungen in Kitas und Schulen ändere sich nichts.

Weitere Informationen
Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

Coronavirus in Hamburg: Nachrichten und Hintergründe

Wie geht es Hamburg mit der Corona-Pandemie? Hier finden Sie die aktuellen Zahlen, Nachrichten, Videos und Hintergründe. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.09.2021 | 08:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Im Zentrum des Bildes steht der Auspuff eines Autos in der Unschärfe vor dem Auto steht ein Polizist. © picture alliance / dpa Foto: Uwe Anspach

"Autoposer": Polizei stellt zu laute Autos sicher

Die Beamtinnen und Beamten zogen drei Autos und ein Motorrad aus dem Verkehr. Die Fahrer müssen mit einem Bußgeld rechnen. mehr