Behörden-Appell wegen Corona: Bloß nicht krank zur Arbeit!

Stand: 19.10.2020 15:57 Uhr

Hamburgs Sozialbehörde appelliert, nicht krank zur Arbeit zu gehen. Immer mehr Menschen stecken sich dort mit dem Coronavirus an. Seit Montag ist wieder eine telefonische Krankschreibung möglich.

Erst waren es die Reise-Rückkehrer, dann junge Party-Gänger. Inzwischen erreicht das Coronavirus nach Angaben der Sozialbehörde aber auch mehr und mehr den Arbeitsplatz.

Immer mehr Ansteckungen mit Coronavirus auf der Arbeit

Die Sozialbehörde appelliert deshalb an alle Hamburgerinnen und Hamburger, nicht zur Arbeit zu gehen, wenn man sich krank fühlt. Denn bei den Nachforschungen, wie sich das Coronavirus verbreitet, merken die Gesundheitsämter, dass Menschen trotz Krankheitssymptomen zur Arbeit gegangen sind.

Hausärzte haben Infekt-Sprechstunden eingerichtet

Die meisten Hausärzte haben schon Infekt-Sprechstunden eingerichtet und unterstützen den Appell der Sozialbehörde, nicht krank zur Arbeit zu gehen. "Das ist auf jeden Fall sinnvoll", sagt Jana Husemann vom Verband der Hausärzte. "Auch ohne Corona haben wir das schon empfohlen, nun noch mehr.

Ab Montag ist telefonische Krankschreibung möglich

Ab Montag gilt bei einem Infekt wieder die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung. Wer aber chronisch krank ist und regelmäßige Kontrollen braucht, sollte trotzdem zum Arzt gehen.

Nur wenige Patienten nutzen Krankschreibung aus

Dass Patienten die scheinbar leichteren Möglichkeiten sich krank schreiben zu lassen ausnutzen würden, glauben die Hausärzte kaum. Unter den Patientinnen und Patienten sei das ein ganz kleiner Teil. "Momentan steigen die Infektzahlen, wir haben die ganz normale hausärztliche Versorgung, Angst vor einen leeren Praxis habe ich gar nicht", sagt Husemann.

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