Schüler mit Maske in einem Klassenraum.

Bündnis fordert Schulsenator Rabe zu Dialog auf

Stand: 17.11.2020 08:09 Uhr

Wie geht es jetzt mit den Schulen während der Corona-Pandemie weiter? Ein breites Bündnis fordert jetzt die Hamburger Politik zum Dialog auf.

Bildungsgewerkschaften kritisieren Bund und Länder, weil am Montag für die Schulen keine neuen Corona-Regeln beschlossen wurden. Der Vorschlag, dass Klassen geteilt und wechselweise unterrichtet werden, ist vorerst vom Tisch. In Hamburg fordert ein breites Bündnis jetzt mehr Mitsprache. "Wann wenn nicht jetzt müssen wir reden!" fordert das Bündnis "Mehr Zukunft in der Schule". Es verlangt einen Bildungsrat für Hamburg. Zum Beispiel um darüber zu sprechen, wie man den Schulbetrieb jetzt unter Corona-Bedingungen aufrechterhalten kann. Die Forderung hat Gewicht, denn das Bündnis vertritt nahezu alle Gremien und Organisationen, die an der Schulpolitik beteiligt sind: Lehrer-, Eltern- und Schülerkammer, außerdem mehrere Vereinigungen der Hamburger Schulleitungen sowie die GEW und die Lehrergewerkschaften.

Kritik: Viele Vorgaben, kein Austausch

Gemeinsam beklagen sie, dass die Schulen seit Monaten aus der Behörde eine Vorgabe nach der anderen bekommen, es aber keinen richtigen Austausch gibt. Der Vorwurf richtet sich nicht nur an Schulsenator Ties Rabe (SPD), sondern auch an die Bürgerschaftsparteien. Die sollten jetzt einen Bildungsrat beschließen, schlägt das Bündnis vor.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.11.2020 | 08:00 Uhr

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