Mehrere Verpackungen des Impfstoffes von AstraZeneca. © picture alliance/dpa/PA Wire | Gareth Fuller Foto: Gareth Fuller

AstraZeneca-Impfstofflieferung: Doch nicht verspätet eingetroffen?

Stand: 13.03.2021 08:45 Uhr

Eine Impfstofflieferung, die erst in letzter Minute kommt - so hatte es die Hamburger Sozialbehörde in dieser Woche dargestellt. Recherchen von NDR 90,3 wecken jetzt aber Zweifel an dieser Darstellung.

Mit den Lieferungen von AstraZeneca läuft es nicht rund - schon häufiger hatte die Hamburger Sozialbehörde das beklagt. In dieser Woche wurde es dann nach Darstellung der Behörde besonders eng: Das Lager sei komplett leer gewesen, als die neue Lieferung endlich kam. Am Mittwochabend sei das gewesen, so ein Behördensprecher.

Andere Bundesländer erhielten Impfstoff pünktlich

Ein Blick in die offiziellen Tabellen des Bundes, das sogenannte Impf-Dashboard, zeigt aber: Die Lieferung von AstraZeneca müsste Hamburg eigentlich schon am Dienstag erreicht haben, also einen Tag früher. Denn an diesem Tag haben alle Bundesländer eine Lieferung laut Dashboard bekommen. Und die übrigen norddeutschen Bundesländer bestätigen dies auf Nachfrage von NDR 90,3.

Gegenseitige Schuldzuweisungen in der Corona-Politik

Die Hamburger Sozialbehörde will deshalb jetzt noch einmal genau prüfen, wann AstraZeneca in dieser Woche tatsächlich in der Stadt angekommen ist. Seit Wochen gibt es gegenseitige Schuld-Zuweisungen über Versäumnisse in der Corona-Politik zwischen Bund und Ländern.

Hamburg ruft gruppenweise zur Impfung auf

In Hamburg sind derzeit verschiedene Personen- und Berufsgruppen aufgerufen, einen Impftermin online oder per Telefon bei der 116 117 zu vereinbaren. Dazu zählen Menschen im Alter von über 80 Jahren, Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung, die in den Einrichtungen Kontakt mit Kindern haben, Tagesmütter und Tagesväter und das Personal von Grundschulen, Sonderschulen und Förderschulen. Die Sozialbehörde bittet alle Hamburgerinnen und Hamburger: Wer es kann, sollte den Termin im Internet buchen.

Zusätzlich sind mehrere Personen- und Berufsgruppen impfberechtigt, die einen Termin oder die Impfung über den jeweiligen Arbeitgeber, die jeweilige Einrichtung oder die zuständige Arztpraxis erhalten. Dazu zählen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Beschäftigte in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und Patientinnen und Patienten, die im Bereich der Onkologie behandelt werden.

Die vollständige Liste der Sozialbehörde ist unter hamburg.de/corona-impfung zu finden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.03.2021 | 09:00 Uhr

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