Eine Schutzmaske fliegt vor dem Logo der Agentur für Arbeit. © panthermedia, picture alliance Foto: Gemini13, imageBROKER

Anträge auf Grundsicherung in Hamburg verzehnfacht

Stand: 17.11.2020 13:39 Uhr

In Hamburg erhalten seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 4.700 Selbstständige die Grundsicherung. Das sind etwa zehnmal so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Diese Zahlen hat die Agentur für Arbeit NDR 90,3 auf Anfrage genannt. Damit liegt Hamburg im Bundestrend - denn auch bundesweit hat sich die Zahl verzehnfacht. Zwischen April und Oktober vor einem Jahr brauchten in der Stadt weniger als 500 Selbstständige Hartz IV.

Leichterer Zugang zu Leistungen

Wegen der Corona-Krise bieten die Jobcenter noch bis zum Jahresende einen vereinfachten Zugang zu den Leistungen. So werden die Kosten der eigenen Wohnung und das vorhandene Vermögen nicht so stark überprüft wie noch vor der Pandemie. Bewilligt werden die Zahlungen in der Regel für sechs Monate.

Auch Umschulungen sind möglich

Gerade Künstler wie Schauspieler und Fotografen, aber auch selbständige Messe-Bauer müssen seit dem Frühjahr mit einem Bruchteil ihrer üblichen Einnahmen auskommen. Das Jobcenter-Team Hamburg fragt bei seinen sogenannten Neukunden auch ab, ob sie sich vorstellen können, den Beruf zu wechseln. Jeder zehnte Selbständige will sich demnach auch grundsätzlich über andere Perspektiven und mögliche Umschulungen beraten lassen. Tatsächlich in Anspruch genommen haben das bisher aber nur ganz Wenige. Der Großteil hofft, bald wieder mit dem ursprünglichen Job Geld zu verdienen.

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Ein Mann sitzt bei der Bundesagentur für Arbeit in Lehrte. © dpa - Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Jobcenter-Leistungen: Einige Corona-Sonderregeln enden

Wegen der Corona-Pandemie waren am Jobcenter Sonderregeln eingeführt worden. Ende August laufen zum Teil Erleichterungen beim Arbeitslosengeld aus, Ende September geht es um die Grundsicherung. (25.08.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.11.2020 | 12:00 Uhr

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