Stand: 21.12.2020 15:29 Uhr

Zurück aus Syrien: Staatsschutz ermittelt gegen Hamburgerin

Nach der Rückholaktion von drei Frauen aus Lagern in Nordost-Syrien ermittelt die Hamburger Generalstaatsanwaltschaft gegen eine der Rückkehrerinnen. Die Frau aus Wilhelmsburg war 2014 als damals 18-Jährige ihrem Freund - einem IS-Kämpfer - nach Syrien gefolgt.

Die humanitäre Rückholaktion hatte das Auswärtige Amt organisiert. Mit einem Charterflugzeug war die junge Frau am Sonntagmorgen vom irakischen Erbil aus kommend auf dem Frankfurter Flughafen gelandet - zusammen mit ihren beiden Kleinkindern und zwei weiteren IS-Rückkehrerinnen.

Frau aus Sachsen-Anhalt verhaftet

Eine von ihnen war als 15-Jährige aus Sachsen-Anhalt nach Syrien gereist und hatte einen IS-Mann geheiratet. Sie wurde noch am Flughafen verhaftet. Sie soll unter anderem mit ihrem Mann eine jesidische Frau als Sklavin gehalten haben.

Staatsschutz ermittelt gegen Hamburgerin

Die junge Mutter aus Hamburg bleibe dagegen auf freiem Fuß, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft zu NDR 90,3. Der Staatsschutz ermittelt gegen die jetzt 24 Jahre alte Frau wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland.

Wo die Frau jetzt in Hamburg wohnt, wird geheim gehalten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.12.2020 | 15:00 Uhr

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