Stand-up-Paddler und Boote fahren auf der Alster in Hamburg. © picture alliance/rtn

Zu viel los auf der Alster? Grüne wollen Probleme lösen

Stand: 01.06.2021 11:26 Uhr

Wild gelagerte Kanus, zerstörte Uferbepflanzung, zurückgelassener Müll - das sind nur einige Probleme, die es an den Kanälen und der Außenalster schon vor Corona gab, aber seit vergangenem Jahr nochmal zugenommen haben. Die Fraktionen der Grünen in den Bezirken Wandsbek, Eimsbüttel und Hamburg-Nord wollen nun Abhilfe schaffen.

Die Kanäle gehören allen, meint Oliver Camp, sportpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion in Hamburg-Nord. Man wolle nichts verbieten, aber ein Miteinander schaffen. Denn es ist voll geworden auf dem Wasser: Kanufahrer, Schlauchbootnutzer und Stand-Up-Paddler. Dazu die Berufsschifffahrt und die Segler. Ruderer kommen auf den Kanälen kaum noch durch. Außerdem leiden Anwohner häufig unter dem Lärm. Zum Beispiel am Kuhmühlenteich müsse dringend etwas passieren, so die Grünen.

Stege und Lagerregale für Kanus und Kajaks

Alles auf einmal könne man aber nicht lösen, erklärte Camp. In einem ersten Schritt will man sich der zertrampelten Uferzonen annehmen. Da außerdem durch wild gelagerte Boote häufig auch Brutplätze für Vögel zerstört werden, gibt es den Vorschlag, neue, gut zugängliche Stege und Lagerregale für Kanus und Kajaks zu schaffen. Möglichkeiten, dies auf öffentlichen Grundstücken zu verwirklichen, gibt es. "Wir prüfen jetzt, wo es am sinnvollsten ist", sagte Camp NDR 90,3. Da auch noch geklärt werden muss, wer anschließend für Unterhalt und Sicherheit der Stege zuständig ist, hoffen die Grünen, dass die Ideen bis zum Saisonstart im kommenden Jahr umgesetzt werden können.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.06.2021 | 12:00 Uhr

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