Ein Boot der Hamburger Polizei auf der Alster.

Zerstückelte Frauenleiche: Ermittler untersuchen Strömung

Stand: 05.05.2021 16:47 Uhr

Im Fall einer vor fast vier Jahren ermordeten und zerstückelten Prostituierten haben die Hamburger Ermittler am Mittwoch versucht, mehr über die Strömung an einem der Fundorte herauszufinden.

Im Goldbekkanal im Stadtteil Winterhude seien dazu Fleischstücke benutzt worden, die von Größe und Gewicht mit den Leichenteilen vergleichbar seien, die dort im Sommer 2017 gefunden wurden, sagte eine Polizeisprecherin. Polizeitaucher, Rechtsmediziner und Experten des Landesamtes für Geoinformation und Vermessung waren im Einsatz. Deshalb fuhr auf Bitte der Polizei auch ein Alsterdampfer vorbei, obwohl die Flotte zurzeit wegen der Corona-Maßnahmen gar nicht fährt. Doch es sollte bei den Versuchen alles so sein, wie es wohl vor knapp vier Jahren war.

Von wo aus wurden Leichenteile ins Wasser geworfen?

Es seien verschiedene Hypothesen untersucht worden, sagte die Sprecherin. Man habe unter anderem testen wollen, ob der Täter die Leichenteile wohl von einem Boot, vom Ufer oder einer Brücke aus ins Wasser geworfen haben könnte. Die Auswertung der Versuche werde einige Zeit in Anspruch nehmen.

Fall sorgte 2017 für viel Aufsehen

Der Fall hatte 2017 für viel Aufsehen gesorgt: Die 48-Jährige aus Äquatorialguinea arbeitete im Stadtteil St. Georg als Prostituierte namens "Rosa". Anfang August 2017 war sie zuletzt gesehen worden. Nur zwei Tage später hatten Spaziergänger ein erstes Leichenteil im Stadtteil Rissen am Elbufer entdeckt. Es folgten weitere Funde an ganz verschiedenen Stellen in Hamburger Gewässern. Die Orte lagen zum Teil mehr als 20 Kilometer voneinander entfernt. Ein Täter wurde bis heute nicht gefasst.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 05.05.2021 | 19:30 Uhr

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