Stand: 20.10.2017 16:02 Uhr

Yoko Ono klagt gegen Hamburger Kneipenwirt

Der Name der ehemaligen Kneipe "Yoko Mono" im Hamburger Karoviertel war Yoko Ono nicht recht.

Yoko Ono gegen "Yoko Mono" - so kann man einen bizarren Rechtssteit zusammenfassen, der das Hamburger Zivilgericht derzeit beschäftigt. Die Witwe des legendären Beatles-Musikers John Lennon hat von New York aus den Betreiber einer ehemaligen Bar im Hamburger Karolinenviertel verklagt. Der Grund: Seine Kneipe hieß "Yoko Mono". Die musste zwar im Sommer ohnehin aus ganz anderen Gründen schließen. Yoko Ono will den Namen aber trotzdem verbieten lassen.

Yoko Ono, Witwe von John Lennon, anlässlich der Ausstellungen "The Art Of John Lennon" Grass-Haus Lübeck © dpa-Bildfunk Fotograf: Hannibal Hanschke

Namensstreit zwischen Yoko Ono und "Yoko Mono"

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

In Hamburg lief ein Zivilverfahren mit prominenter Klägerin: Yoko Ono, Witwe des Beatles-Musikers John Lennon, sieht durch die "Yoko Mono"-Bar im Karoviertel ihre Namensrechte verletzt.

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Klage von Yoko Ono nach 19 Jahren

Yoko Ono hat Angst, dass ihr Name mit dem der Bar verwechselt wird und man denken könnte, sie habe etwas mit diesem Laden im Hamburger Karoviertel zu tun. Das war ihr allerdings 19 Jahre lang nicht aufgefallen, denn so lange gab es die Bar. Diesen Sommer aber hat sie Klage eingereicht, als es die Bar noch gab. Der Richter hatte eine einstweilige Verfügung erlassen und den Namen vorerst verboten.

Neue Bar sollte wieder "Yoko Mono" heißen

Der Betreiber hatte seine Kneipe dann kurzfristig in "Mono" umbenannt. Er ist genervt von der Klage: "Dass jemand sich von einem anderen Kontinent aus das Recht nehmen kann, eine kleine Kneipe zu verklagen, das finde ich absurd", sagte er NDR 90,3 am Freitagvormittag. Er hätte eine Klage verstehen können, wenn er im Musikbereich oder international aktiv wäre, "oder wenn wir irgendeinen Berührungspunkt mit der Dame gehabt hätten - haben wir aber nicht". Er will den Namen "Yoko Mono" vor Gericht unbedingt verteidigen - und dass, obwohl seine Kneipe ohnehin geschlossen ist. Und zwar, weil er gerade einen neuen Laden renoviert und diese Bar dann auch wieder "Yoko Mono" nennen will.

Weitere Kneipe namens "John Lemon"

Am Freitagmorgen erklärte der Betreiber, dass der Name "Yoko Mono" nach 19 Jahren in Hamburg auch zu einer Art Marke geworden sei. Die will er nutzen, um seine alten Kunden für den neuen Laden zu gewinnen. Er hat indes noch eine zweite Kneipe in Hamburg - sie heißt: "John Lemon". Auch für die fürchtet er nun eine Klage: "Wer weiß, ob jetzt vielleicht jemand aus Indien oder Kambodscha kommt, um mir den Namen wegzunehmen", sagte er. An


20.10.2017 15:56 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version hieß es fälschlicherweise, Yoko Ono hätte den Prozess bereits gewonnen. Der Prozess läuft allerdings noch. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten um Entschuldigung.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.10.2017 | 14:45 Uhr

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