Stand: 20.01.2020 19:11 Uhr

Wissenschaftsstandort: CDU schlägt Bündnis vor

Die CDU Hamburg schlägt ein parteiübergreifendes Bündnis vor, um eine Wissenschaftsstrategie für das kommende Jahrzehnt zu erarbeiten. Anlass ist die am Montag veröffentlichte Studie im Auftrag der Akademie der Wissenschaften. Sie zeigt: Hamburg muss mehr Geld in die Wissenschaft investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Positive Reaktionen von den Parteien

Hierfür bedürfe es eines langfristigen, überparteilich abgestimmten und verbindlichen Gesamtkonzepts, heißt es in der Studie. CDU-Spitzenkandidat Marcus Weinberg ist offen für die Empfehlung. Er bietet eine parteiübergreifende Zusammenarbeit über Legislaturperioden hinweg für zehn oder 15 Jahre an.

Auch die FDP steht Gesprächen über Schwerpunkte und Prioritäten für eine Wissenschaftsstrategie offen gegenüber, sagt deren wissenschaftspolitischer Sprecher Daniel Oetzel. Die Studie gebe Rückenwind für den Kurs, den man in den vergangenen Jahren eingeschlagen habe, kommentiert Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank die Analyse.

Investitionen in Hochschulen

Insgesamt fällt Hamburgs Wirtschaft im Vergleich der 50 wichtigsten europäischen Metropolregionen laut der Studie kontinuierlich zurück. Neben Hafen und Handel brauche die Hansestadt ein weiteres Standbein. Die Stadt müsse in die Hochschulen investieren und die Wissenschaft stärken. Der ehemalige Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (SPD) sagte NDR 90,3, die Hamburger Gesellschaft sei wissenschaftsfern.

Maßnahmen reichen nicht aus

Die führenden Köpfe in Hamburg müssten sich zusammentun, um die Wissenschaftsmetropole im Norden, in Hamburg zu schaffen, so Dohnanyi weiter. Er ist neben Hamburgs ehemaligem Finanzsenator Wolfgang Peiner (CDU) und Willfried Maier (Grüne), EX-Stadtentwicklungssenator, Initiator der Studie. Die drei ehemaligen Regierungsmitglieder hatten sich bereits 2014 um Hamburg als Wissenschaftsmetropole gesorgt. Inzwischen seien positive Weichen gestellt worden, sie reichten aber noch nicht aus.

Science City: Zu wenig Platz für Wohnen und Forschen

Auch die Pläne zur Science City Bahrenfeld beunruhigen Dohnanyi. Einen Standort wie Bahrenfeld durch zusätzliches Bebauen zu zerstören, sei ein kardinaler Fehler für die Zukunft Hamburgs. Der Campus Bahrenfeld sei viel zu klein für ein Nebeneinander von Wohnen und Forschen, so Dohnanyi.

Die Studie "Perspektiven der wissenschaftlichen Metropolregion Hamburg" haben das Berliner Hochschulberatungsunternehmen CHE Consult und das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Hamburger Akademie der Wissenschaften erstellt.

Weitere Informationen
Blick auf das Hauptgebäude der Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1 © NDR Foto: Anja Deuble

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.01.2020 | 17:00 Uhr

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