Stand: 08.12.2016 14:19 Uhr

Wirtschaftssenator rechnet mit Elbvertiefung

Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch ist davon überzeugt, dass die Elbvertiefung kommen wird. Ein Bauverbot der sogenannten Fahrrinnenanpassung durch das Bundesverwaltungsgericht werde es nicht geben, meinte der parteilose Politiker. In der Woche vor Weihnachten wird das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Klagen der Umweltverbände gegen die Elbvertiefung verhandeln.

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Wirtschaftssenator Horch geht davon aus, dass im Januar der Baustopp der Elbvertiefung aufgehoben wird.
"Können quasi am nächsten Tag beginnen"

"Nach den intensiven Vorbereitungen, die wir seit Jahren durchgeführt haben, gehe ich eigentlich davon aus, dass wir jetzt zu einer positiven Entscheidung kommen, vielleicht verbunden mit bestimmten Auflagen", schätzte Horch die Lage vor der Verhandlung ein. Ein Verbot aber, also ein endgültiges Aus für die Elbvertiefung, sieht Horch als unwahrscheinlich an: "Meine Hoffnung ist, dass wir mit den mündlichen Verhandlungen zu einer grundsätzlichen Aussage kommen und im Januar erfahren werden, wie die weitere Vorgehensweise aussehen wird." Man sei darauf vorbereitet, bei einem positiven Entscheid quasi am nächsten Tag mit Maßnahmen zu beginnen.

Umweltverbände rechnen mit Erfolg vor Gericht

Dagegen hatten die klagenden Umweltverbände WWF, NABU und BUND, zusammengeschlossen im Bündnis Lebendige Tideelbe, vor einigen Tagen erklärt, dass auch sie mit einem juristischen Erfolg in Leipzig rechneten. Sie sehen in der geplanten Elbvertiefung einen nicht zu vertretenden Eingriff in die Umwelt.

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Schiffe mit stärkerem Tiefgang könnten nach einer erneuten Elbvertiefung die Elbe passieren.
Schiffe mit starkem Tiefgang sollen Elbe befahren können

Die Stadt Hamburg und der Bund wollen die Elbe erneut ausbaggern, damit auf ihr Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 13,5 Metern unabhängig von Ebbe und Flut fahren können. Tideabhängig sollen dann sogar noch Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 14,5 Metern die Elbe passieren können. Die Elbe wurde in den vergangenen Jahrhunderten bereits etliche Male vertieft.

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Chronologie: Die Eingriffe in die Unterelbe

Die Vertiefung der Fahrrinne ist seit der Industrialisierung immer wieder Thema an der Unterelbe gewesen. Seit dem 19. Jahrhundert hat es mehrere Anpassungen gegeben. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.12.2016 | 13:00 Uhr

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