Stand: 20.04.2018 07:41 Uhr

Windkraft: Siemens Gamesa streicht Jobs

Weltweit will Siemens Gamesa etwa 6.000 Stellen abbauen, um angesichts sinkender Preise und eines härteren Wettbewerbs in der Windkraftbranche bestehen zu können. Noch arbeiten für das Unternehmen, das aus der Siemens-Windkraftsparte hervorgegangen ist, rund 800 Menschen in Hamburg am Berliner Tor. Diese Zahl soll bis zum Herbst kommenden Jahres deutlich sinken: Siemens Gamesa will hier und in Bremen in den kommenden Monaten etwa 200 Jobs streichen.

Betriebsrat: "Vernünftiger Kompromiss"

Betriebsrat und Unternehmensführung haben sich auf einen Sozialplan geeinigt. Danach soll zunächst Mitarbeitern Angebote gemacht werden, freiwillig auszuscheiden. Betriebsbedingte Kündigungen wolle man möglichst vermeiden, sagte ein Unternehmenssprecher zu NDR 90,3. Betriebsratschef Thomas Ahme spricht von einem vernünftigen Kompromiss.

Mehr als 1.000 Jobs in Hamburg weg

Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, fürchtet aber, dass wichtiges Know-How verloren geht. Er fordert von der Bundesregierung, den Ausbau der Windenergie - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - schneller voranzutreiben. In Hamburg sind laut Handelskammer im vergangenen Jahr mehr als 1.000 Jobs im Bereich der Erneuerbaren Energien verloren gegangen, viele davon in der Windkraftbranche, etwa bei Nordex und Senvion.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.04.2018 | 09:00 Uhr

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