Stand: 11.10.2019 06:13 Uhr

Wilke-Wurst landete auch in Hamburger Kitas

Auch Hamburger Kitas, Altenheime, Krankenhäuser und Restaurants haben möglicherweise keimbelastete Wurstwaren erhalten: Nach Angaben der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz vom Donnerstag sind Produkte der Firma Wilke an viele Einrichtungen in Hamburg ausgeliefert worden. Zurzeit informieren demnach Lebensmittelkontrolleure betroffene Träger und Betriebe über mögliche Gesundheitsgefahren.

Fahrräder für Kinder stehen vor einer Kita.

Auch Hamburger Kitas mit Wilke-Wurst beliefert

Hamburg Journal -

Die mit Listerien belastete Wilke-Wurst sorgt seit Tagen für eine riesige Rückrufaktion aus Kantinen, Restaurants und Pflegeheimen. Auch in Hamburg wurden mehrere Kitas beliefert.

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Wilke-Waren auch unter anderem Namen ausgeliefert

Nach zwei Todesfällen in Hessen und zahlreichen Krankheitsfällen durch keimbelastete Wurst hatte die Hamburger Gesundheitsbehörde bereits vergangene Woche vor dem Verzehr von Wilke-Produkten gewarnt. Zu diesem Zeitpunkt war aber noch nicht bekannt, dass Wilke-Wurst auch unter anderen Markennamen erhältlich waren. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit über das Portal www.lebensmittelwarnung.de mitteilte, sind Wilke-Waren etwa in loser Form und über Großhändler an den Einzelhandel oder Gemeinschafts-Einrichtungen geliefert worden - auch in allen Hamburger Bezirke.

Rund 250 Betriebe in Hamburg beliefert

Insgesamt sind demnach rund 250 Betriebe in der Stadt ermittelt worden, die entsprechende Produkte inzwischen aus dem Verkeher gezogen oder zurückgerufen haben. Darunter sind Lieferdienste, Hotels, Restaurants und eben auch Kitas, Krankenhäuser und Altenheime. Unter den betroffenen Einrichtungen sind zum Beispiel Kindertagesstätten des Betreibers Elbkinder. Insgesamt 13 Standorte haben Wilke-Wurst erhalten, so die Geschäftsführung. Der Stand kann sich aber noch ändern - die Befragung läuft den Angaben zufolge noch noch.

Gefährliche Keime nachgewiesen

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Listerien-Keime in Würsten sind für Schwangere und ältere Menschen besonders gefährlich.

Die mehrfach in Wilke-Wurstwaren nachgewiesenen gefährlichen Listerien-Keime können bei gesunden Menschen Infektionen mit Durchfall und Fieber auslösen, bei Schwangeren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem gelten sie als besonders gefährlich. Bis sich Symptome zeigen, können bis zu zehn Wochen vergehen. Drei Patienten werden laut Gesundheitsbehörde zurzeit wegen Listerien-Infektionen behandelt. Dabei gibt es aber keinen Bezug zur belasteten Wurst.

Unternehmen insolvent

Das Unternehmen Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH hatte kurz nach Bekanntwerden der Listerien-Fälle Insolvenz angemeldet. Am Dienstag war der Betrieb in Nordhessen von den Behörden geschlossen worden.

Weitere Informationen

Gesundheitsbehörde warnt vor Wilke-Wurst

In Wurstwaren der Firma Wilke sind gesundheitsgefährdende Keime entdeckt worden, die auch für Todesfälle verantwortlich sein sollen. Nun warnt auch die Hamburger Gesundheitsbehörde vor den Produkten. (04.10.2019) mehr

Ein Wurst-Skandal mit Ansage

Mit Keimen belastete Produkte des Wurst-Herstellers Wilke könnten für Listeriose-Erkrankungen verantwortlich sein. Konsequenzen für Branche und Verbraucher kommentiert Verena Gonsch. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.10.2019 | 18:00 Uhr

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